Westfalia Wethmar ist nach der Seuchensaison selbstbewusst

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Zusammen absolvierten beide Seniorenteams von Westfalia Wethmar 40 Spiele. Lediglich vier davon konnten sie zusammen gewinnen. Nun soll alles besser werden. Dafür wurden beide Mannschaften umgekrempelt.

Wethmar

, 28.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußballverein Westfalia Wethmar hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Hätte es das Coronavirus nicht gegeben, wäre er womöglich sowohl mit der ersten Mannschaft aus der Bezirksliga als auch mit der Reserve aus der Kreisliga A abgestiegen. Damit es nun besser wird, hat der Verein beide Teams enorm umgekrempelt – ganz ohne Geld.

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„Die erste Mannschaft hatten wir bereits in der Winterpause der vergangenen Saison umgebaut“, sagt Wethmars Sportlicher Leiter Rolf Nehling. Nicht fit, zu langsam, zu unbeweglich war das alte Team. Das lässt sich aus Nehlings Worten schließen, wenn er sagt, „dass wir nun nur noch auf dynamische und fitte Spieler setzen wollen“.

Umbau wurde bitter nötig

Der Umbau des Kaders wurde auch nötig. Die erste Mannschaft belegte mit einem Punktekoeffizienten von 0,70 den vorletzten Platz in der Bezirksliga 8. Drei Siege und fünf Unentschieden gelangen in 20 Spielen. 21 Tore schoss der Sturm lediglich - es ist die Bilanz eines Absteigers.

Durch den Saisonabbruch und der Abstiegsregelung darf der Verein aber auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga starten. „Und dann werden wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagt der Sportliche Leiter selbstbewusst. „Wenn wir als kollektiv auftreten und zusammen halten, traue ich dem Team einiges zu.“

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Es ist ein Team, das nun ein ganz anderes Gesicht hat. „Wir haben mit Patrick Schöpf einen ganz wichtigen Spieler für uns zurückgeholt“, so Nehling. Von ihm erwartet der Sportliche Leiter, dass er das Team führt. Dazu soll Westfalia Wethmars Keeper Florian Fischer eine zentrale Rolle einnehmen. „Er ist der beste Torwart, den ich je kennengelernt habe.“ Vom Kapitän der Mannschaft schwärmt Nehling regelrecht. „Er ist menschlich eine Granate.“

„Fast alles sind Wethmarer Jungs“

Aber auch weitere Spieler nennt der Sportliche Leiter, von denen er sich so einiges erhofft. Dennis Markowski kam bereits im Winter, Lukas Nagel kehrte nun im Sommer wieder zurück. Und von Lucas Zimmermann erwartet sich Nehling ebenfalls eine Verstärkung. Dennis Anderson ist nun regelmäßig bei der Bezirksliga-Truppe dabei. Dennis Wagner soll im Sturm für die nötigen Tore sorgen.

Das Schöne an der Situation sei, sagt Nehling, „dass das fast alles Wethmarer Jungs sind“. Von außerhalb kämen nur noch wenige. Das müsse auch der Weg des Vereins in der Zukunft sein. „Es gibt Vereine, die kaufen, kaufen und kaufen“, so der 68-Jährige. „Unser Weg kann das aber nicht sein. Wir wollen aus unserer Jugend Spieler gewinnen. In der U23 sollen sie sich für die Bezirksliga empfehlen.“

Bilanz der Reserve war noch erschreckender

So kam es auch, dass die U23 den bitter benötigten Umbruch in der Kreisliga A angehen konnte. Mit nur einem Sieg und 19 Pleiten aus 20 Spielen war ihre Bilanz sogar noch erschreckender.

Nun kehrten viele junge Spieler zurück, die bereits in der Jugend in Wethmar aktiv waren. „Da sind viele 19-, 20- und 21-Jährige dabei. Die haben aber das Potenzial, sich für die erste Mannschaft zu entwickeln und die Klasse zu halten.“

Und falls das nicht gelingt und wieder eine Seuchensaison auf Westfalia Wethmar wartet? „Dann müssen wir halt eine Liga tiefer ran“, so Nehling, der aber davon überzeugt ist, dass es soweit nicht kommen wird.

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