Westfalia Wethmars D-Junioren haben Aufstieg und Stadtmeistertitel gleichzeitig im Blick

hzFußball: D-Jugend

Vier Spiele in acht Tagen wären zu viel gewesen für 11- bis 13-Jährigen von Westfalia Wethmar. Doch der Verein hat sich eine Lösung überlegt.

Wethmar, Brambauer

, 23.06.2019, 20:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwischen den Spielzeiten sind sie wohl der konkurrenzlose Höhepunkt für die allermeisten Jugendfußballer Lünens: die Feldstadtmeisterschaften. Aber eben nur für die allermeisten jungen Kicker der Lippestadt. Denn einige wenige befinden sich in der Aufstiegsrelegation noch mitten in der wichtigsten Phase der Saison. Ihr konkurrenzloser Höhepunkt wäre der Aufstieg in die überkreisliche Liga – und nicht ein möglicher Stadtmeistertitel.

Neben den B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar gehören die D-Jungen der Westfalia zu diesen wenigen hoffnungsvollen Kickern. Sie kämpfen um den Aufstieg in die Bezirksliga.

Terminkalender wurde voll

Da bei den Feldstadtmeisterschaften jeweils nur eine Mannschaft pro Verein mitspielt, wurde der Terminkalender der Wethmarer plötzlich ziemlich voll. Dienstag, Samstag, Sonntag und wieder Dienstag hätten Spiele über die in der D-Jugend üblichen zwei Mal 30 Minuten angestanden. Zu viel für Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren, gerade bei den aktuellen Temperaturen.

Die Wethmarer Lösung: Am Sonntag betrat eine Mannschaft gegen den Lüner SV den Rasen, die aus Spielern der D1 und der TWW-D2 bestand. „Jetzt machen wir die Stadtmeisterschaft mit den Jungs von der D1, die in der Aufstiegsrunde nicht so oft dabei sind“, erklärte Wethmars D2-Trainer Lennard Hirsch. Den Rest der TWW-Elf bildete seine D2 – minus fünf leistungsstarke Spieler, die die D1 in der Aufstiegsrunde unterstützen.

„Die Jungs halten komplett zusammen“

„Das ist ungewohnt gewesen. Da hat man auch gesehen, dass der Ball noch nicht ganz so gut lief“, sagte Hirsch. Der TuS tat sich tatsächlich erst schwer gegen den LSV, der sogar zum 1:1 ausglich. Nach einer lautstarken Ansage durch Hirsch während der ersten Trinkpause besserte sich Wethmar allerdings und war spätestens nach dem Seitenwechsel überlegen. Letztlich siegte der TWW mit 11:2.

Wie ist da mit einer mehr oder weniger zusammengewürfelten Mannschaft möglich? Hirsch klärt auf: „Das Gute bei uns in Wethmar ist: Die Jungs halten komplett zusammen und mögen sich. Das ist eigentlich nicht so oft. Darum klappt das auch.“ Beide Teams kennen sich bereits gut, da sie immer zeitgleich an der Wehrenboldstraße trainieren. Neuerdings für ein gemeinsames Ziel: den Stadtmeistertitel 2019.

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