Nico Stork: „Es will keiner mehr so wirklich die Hallenstadtmeisterschaft sehen“

hzLüner Hallenstadtmeisterschaften

Noch wenige Tage bis zur Hallenfußballstadtmeisterschaft in Lünen: Im Vorfeld blicken wir jeden Tag auf eines der zehn Teams. Zum Start sprachen wir mit Nico Stork vom TuS Westfalia Wethmar.

von Niklas Dvorak

Lünen

, 15.12.2019, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nico Stork (25) ist Spieler des Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar. 2016 wurde er mit seinem Team Lüner Hallenstadtmeister und spricht nun im Interview vor dem anstehenden Hallenkick über die Chancen seiner Grün-Weißen und wie er die Neuerungen bei den Titelkämpfen findet.

Herr Stork, mit Wethmar haben Sie 2016 die Hallenstadtmeisterschaften gewonnen. Wie viel Lust bekommen Sie auf die jetzigen Titelkämpfe, wenn Sie daran zurückdenken?

Auf die Stadtmeisterschaft habe ich immer Bock. Es macht einfach Spaß, mal einen anderen Fußball spielen zu können. Durch schnelle Kombinationen ein Tor zu machen und wenn die Zuschauer, wie vor drei Jahren, einen durch die Halle jubeln, ist einfach ein Hammer-Gefühl.

Wie schätzen Sie die Chancen der Westfalia in diesem Jahr ein?

Draußen läuft es momentan noch nicht ganz so toll. Dafür hoffe ich, dass es in der Halle umso besser für uns geht. Ich hoffe natürlich auf das Finale.

Die Durchführung wurde ein bisschen verändert. Die Zwischenrunde wurde abgeschafft. Nach der Vorrunde geht es direkt ins Halbfinale und dann ins Finale. Wie finden Sie die Änderung?

Ich finde es nicht gut, weil die Zuschauer noch weniger geboten bekommen als die Jahre zuvor. Es wird alles geändert, was nicht nur den Spielern auf den Magen schlägt, sondern erst recht den Zuschauern. Wir wollen doch alle, dass die Halle brechend voll ist, dass gute Stimmung da ist, und dass jeder auf seine Kosten kommt. Aber je mehr verändert wird, umso schlimmer machen die Verantwortlichen es. Es will keiner mehr so wirklich die Lüner Hallenstadtmeisterschaft sehen.

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Der Lüner SV hat im letzten Jahr relativ klar den Titel holen können. Wen sehen Sie in diesem Jahr als Favorit?

Dieses Jahr ist es extrem schwierig zu sagen. Keine der drei klassenhöchsten Mannschaften steht sehr gut bis gut in ihrer Liga da. Schaut man in die Ligen darunter, dann sieht das komplett anders aus. Alle spielen oben mit. Die Halle schreibt eh seine eigenen Gesetze und daher habe ich keinen Favoriten.

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Das Turnier soll auch für die Zuschauer interessanter gestaltet werden. Was erhoffen Sie sich von der Rundturnhalle und den Zuschauern? Spielt das für Sie eine Rolle, wenn die Halle nicht wirklich voll ist?

Wenn man sich umhört und fragt, ob der oder diejenigen in die Halle kommen, dann bekommt man nicht die Zusage, die man gerne hören möchte. Den alten Budenzauber wünschen sich so viele wieder. Viele sagen, dass, wenn sie ein Futsal-Spiel sehen wollen, sie dann zu Holzpfosten Schwerte oder es sich im Internet beziehungsweise Fernsehen angucken würden. Die Zuschauer wollen tollen Hallenfußball sehen und keinen Futsal. Die können bei einer Tombola die Lose auch verschenken, aber dadurch würde die Halle nicht mehr gefüllt sein. Zurück zu den Wurzeln würde mir mehr gefallen, als ständig etwas Neues auszuprobieren.

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