Wiggers-Solo lässt den TuS Niederaden weiter auf Klassenerhalt in der Kreisliga A hoffen

Fußball: Kreisliga A

Der TuS Niederaden hat alles in seiner Macht stehende getan, um den Klassenerhalt in der Kreisliga A dingfest zu machen. Jetzt sind die Niederadener von der Konkurrenz abhängig.

Werne, Niederaden

, 02.06.2019, 20:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wiggers-Solo lässt den TuS Niederaden weiter auf Klassenerhalt in der Kreisliga A hoffen

Trainer Amel Mesic bedankte sich zuerst bei Benjamin Gillner, der einen Elfmeter pariert hatte. © Timo Janisch

Relegation
SG Bockum-Hövel II – TuS Niederaden 1:2 (1:0)

Ein letztes Mal war der TuS Niederaden in dieser Saison gefordert, ein letztes Mal musste die Mannschaft um Trainer Amel Mesic Nerven und Herzblut investieren, um den direkten Abstieg in die Kreisliga B zu verhindern. Und das bei über 30 Grad auf dem Sportplatz der Werner Eintracht im Dahl. Doch es hat geklappt. Niederaden setzte sich nach hartem Kampf gegen Bockum-Hövel durch und darf nun weiter auf den Ligaverbleib hoffen.

„Wir haben hier unser Soll erfüllt. Mehr ging wirklich nicht. Wir sind nach Rückschlägen immer wieder zurückgekommen. Deswegen ist der Sieg aus meiner Sicht auch verdient“, so TuS-Trainer Amel Mesic nach dem Spiel.

Rückschläge? Die gab es für den TuS Niederaden vor allem in den ersten 45 Minuten. Der TuS startete kämpferisch und druckvoll in die Partie, erspielte sich eine Reihe guter Chancen. Nach gerade einmal zwei Minuten erzitterte schon die Latte der SG. David Kese traf den Querbalken. Fünf Minuten später war es Dean Williamson, der Keeper Simon Mühlbrandt mit einer Bogenlampe zu einer Glanzparade zwang. Danach hatten noch Tim Wiggers (17.) und Mark Hilgert (23.) Pech mit ihren Abschlüssen.

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Zwei Minuten später ergab sich dann – wie aus dem Nichts – für Bockum-Hövel die Chance zur Führung. Mark Hilgert war im Strafraum der Ball an die Hand gesprochen – Elfmeter. Dennis Vittinghoff trat für Bockum-Hövel an, doch Keeper Benjamin Gillner parierte den Ball – psychologisch ganz wichtig für den TuS in dieser Phase. Doch Niederaden agierte im eigenen Strafraum teilweise zu naiv. Sieben Minuten nach Gillners Parade zeigte Schiedsrichter Thorsten Milde erneut auf den Punkt. Dieses Mal ging Niederadens Axel Schulze Beckinghausen zu ungestüm in den Zweikampf. Marco Konieczny trat an und verlud Gillner dieses Mal. So ging es mit der 1:0-Führung der SG in die Halbzeitpause.

Mit Wut im Bauch kam Niederaden aus der Kabine. „Uns schockt mittlerweile gar nichts mehr. Wir kommen brutal gut aus der Kabine. Die Moral kann man uns nicht absprechen“, so Mesic. Wie entfesselt startete Niederaden den zweiten Durchgang. Früh kam Niederaden zum verdienten Ausgleich – ebenfalls durch einen Foulelfmeter. In der 52. Minute verlud Daniel Marona SG-Keeper Mühlbrandt – 1:1. Niederaden spielte sich jetzt in einen kurzen Rausch. Allen voran Tim Wiggers setzte in einer Szene alles auf eine Karte. Er umdribbelte eins, zwei, drei, vier Männer und schob den Ball dann auch noch an Mühlbrandt vorbei ins Gehäuse – 2:1.

Danach lieferten sich beide Mannschaften einen erbitterten Kampf. Beide Teams beendeten die Partie nicht mit elf Mann. Justin Faust (Bockum-Hövel) und Daniel Marona (Niederaden) verließen vorzeitig das Feld. Am Spielstand änderte das nichts mehr. „Ich bin unendlich stolz auf die Mannschaft“, so Mesic, der nun dem SVE Heessen die Daumen drücken wird, damit er den Bezirksliga-Aufstieg schafft. Dann wäre auch der TuS Niederaden gerettet.

SG Bockum-Hövel II: Mühlbrandt – Schröder, Dombris, Konieczny, Schäper, Faust, Pfab (82. Nillies), Barmführer, Taeger, Sahin, Vittinghoff

TuS Niederaden: Gillner – Williamson (68. Franke), Hilgert, Gastmeister, Müller, Kese, Arman, Marona, Wiggers (70. Nolte), Schulze Beckinghausen, Adam (77. Mesic)

Tore: 1:0 Konieczny (36.), 1:1 Marona (52.), 1:2 Wiggers (57.)

Bes. Vorkommnisse: Vittinghoff verschießt Foulelfmeter, Rote Karte Faust (63.) wegen Beleidigung,, Gelb Rote Karte Marona (87.) wegen Meckerns

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