Zwei Offensiv-Spieler verlassen den Lüner SV - einer war mehr als fünf Jahre für den Verein aktiv

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Zwei Spieler haben den Lüner SV verlassen. Beide waren in der Offensive tätig. Der eine erst seit Kurzem, der andere seit etwas mehr als fünf Jahren.

von Bernd Janning

Lünen

, 21.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während der Lüner SV aktuell nur kontaktlos trainieren kann und nicht am Spielbetrieb teilnimmt, haben zwei Offensiv-Spieler den Verein verlassen.

Der erste Abgang ging still und leise über die Bühne. Zuerst verlängerte Fabian Pfennigstorf beim Fußball-Westfalenligisten Lüner SV seinen Vertrag um ein Jahr. Mit 31 Lenzen war Pfennigstorf der Senior im immer jünger werdenden Team. Doch er war immer noch torgefährlich, wenn er seine 1,87 Meter Größe und fast 90 Kilo Gewicht in den gegnerischen Strafraum warf.

Mehr als fünf Jahre für den Lüner SV aktiv

Geboren in Marl, spielt er seit seinem sechsten Lebensjahr Fußball. Ab 2010 lief er in der Westfalenliga auf, zuerst für den FC 96 Recklinghausen, ab 2014 für Mengede 08/20. Zum Lüner SV kam er im Februar 2015 einst durch den damaligen Trainer Mario Plechaty und Ex-LSV-Spieler Bekir Kilabaz, beides Bekannte aus gemeinsamen Zeiten in Mengede.

Mehr als fünf Jahre stürmte er jetzt schon für die Rot-Weißen, feierte 2016 dessen Aufstieg in die Westfalenliga mit. Seit dem Wiederaufstieg des LSV 2012 in die Landesliga hat niemand mehr Tore geschossen als er mit bisher 39 Treffern in der ersten Mannschaft. Und nur Kapitän Matthias Drees hat mit 198 mehr Einsätze als er mit 101.

Fabian Pfennigstorf hat den Lüner SV.

Fabian Pfennigstorf hat den Lüner SV. © Timo Janisch

Mit zu den Höhepunkten seiner Laufbahn als Fußballer gehörte das Erreichen des Halbfinales im Westfalenpokal mit dem FC 96 Recklinghausen und mit dem Lüner SV der Aufstieg in die Westfalenliga und der Gewinn der 33. Dortmunder Hallenmeisterschaft.

Der Mann, der sich selbst als manchmal als zu uneigennützig bezeichnet, lief er auch für die Bezirksliga-Zweite auf, traf dreimal, für die C-Liga-Vierte in einem Spiel gleich fünfmal.

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Der Beruf ließ immer weniger Zeit zum Training. Das Alter machte sich beim Fan des FC Schalke 04 mehr und mehr bemerkbar. Zum Ende der Wechselfrist Ende Oktober 2020 verabschiedete er sich vom Lüner SV. Er kehrte zu seinem Stammverein FC 96 Recklinghausen zurück. Er schoss jetzt das Siegtor zum 2:1 über SPVVG Herten, war beim 4:0 bei Vestia Disteln II einmal erfolgreich.

Auch dank dieser Treffer ist Recklinghausen aktuell Zweiter der Kreisliga A. Die Saison 2010/2011 bestritt der Klub aus dem Vest noch in der Verbandsliga, stürzte dann bis in die Kreisliga B ab, stieg als Meister 2017/18 wieder in die A-Klasse auf. Die 96er sind Nachfolger des 1. FC Recklinghausen, der es bis in die Oberliga schaffte, 1996 Konkurs anmelden musste. Einer der bekanntesten Trainer war vom Lüner SV Amateurnational- und Regionalliga-Spieler Dieter Zorc.

Vertrag mit einem Kokollari-Bruder aufgelöst

Auf 27 Spieler reduziert hat sich das Aufgebot der Westfalenliga-Fußballer des Lüner SV für die erste Mannschaft. Wenn alle 27 gesund wären, wäre dies für Cheftrainer Christian Hampel kein Problem. Doch fast ein Dutzend seiner Mannen sind teils langfristig verletzt, gesperrt oder verhindert.

Aufgelöst wurde jetzt der Vertrag mit Albonit Kokollari. „Berufliche Gründe waren wichtiger als der Fußball“, hieß es zu diesem Schritt.

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Kokollari war erst am Ende der Vorbereitung zum Lüner SV gestoßen. Da war er gerade aus den USA zurückgekommen.

Albonit Kokollari ist häufig für die Reserve des Lüner SV aufgelaufen.

Albonit Kokollari ist häufig für die Reserve des Lüner SV aufgelaufen. © Günther Goldstein

Den Weg zum Lüner SV hatte er auch durch seinen älteren 23-jährigen Bruder Albian gefunden. Dieser war zu dieser Saison vom Landesligisten TuS Wiescherhöfen zu den Rot-Weißen gekommen.

„Immerhin ist Albian fit“, sagt Trainer Hampel, der weiß, dass er mit dem Innenverteidiger einen wichtigen weiteren Mann hat, der in der durch die Ausfälle geschwächte Abwehr hat.

Albonit Kokollari ist seit Saisonbeginn vor allem für die zweite Mannschaft des Lüner SV in der Bezirksliga aufgelaufen und gehörte dem erweiterten Kader der Westfalenliga-Mannschaft der Lüner an.

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