Alfred Achtelik holt bei den Europameisterschaften Bronze im Stabhochsprung

Leichtathletik

In Venedig reichte es für Alfred Achtelik nicht zum ganz großen Sprung. Die Hoffnungen auf die Titelverteidigung zerplatzten an der Höhe von 3,80 Metern. Fit schafft Achtelik das locker.

Nordkirchen

, 09.09.2019, 15:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alfred Achtelik holt bei den Europameisterschaften Bronze im Stabhochsprung

Holte Bronze in Venedig: Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen © Sebastian Reith

Die Medaillenfarbe ist für Stabhochspringer Alfred Achtelik fast ein wenig ungewöhnlich. Denn sonst ist der Seriensieger vom FC Nordkirchen hauptsächlich Gold gewöhnt. Bei den Europameisterschaften in Venedig holte der 59-Jährige diesmal nur Bronze.

„Leider nur Bronze. Zwei Wochen Laufen können als EM-Vorbereitung ist dann doch zu wenig“, schrieb Achtelik am Montagnachmittag via WhatsApp. Der Nordkirchener, der im Vorfeld lange verletzt war, übersprang am Ende 3,70 Meter. Gerne wäre er höher hinaus gesprungen. Doch eine Fußverletzung zwang ihn in diesem Sommer zu einer mehrmonatigen Pause. Erst kurz vor der EM stieg er ins Lauftraining ein. Lediglich eine Technikeinheit absolvierte er unmittelbar vor dem Wettkampf.

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Achteliks Anlaufprobleme sind eine Folge des Trainingsrückstandes

„Ich habe es versucht und eine Sieghöhe von 3,75 Meter ist normalerweise nichts. Aber wenn der Anlauf sich erst im EM-Wettkampf ergibt und zum einzigen Training zuvor um über zwei Meter differiert, sind drei Versuche einfach zu wenig. Jetzt geht’s erst mal darum, endlich schmerzfrei zu werden“, sagte Achtelik.

Achtelik war bei seiner Einstiegshöhe von 3,60 Metern im ersten Versuch noch gescheitert und dann im zweiten Versuch drüber gesprungen. Doch diesen einen Fehlversuch schleppte er durch den ganzen Wettkampf, weil Lutz Herrmann (Frankenberg) für seine weiteren Sprünge keine Fehlversuche produzierte. Wie Herrmann übersprang Achtelik auch die 3,70 Meter im ersten Versuch. Bei 3,80 Metern war dann Schluss. Und deswegen wurde Herrmann höhengleich Zweiter, während Achtelik wegen des Fehlversuchs Bronze blieb.

Duez holt sich den EM-Titel, Achtelik springt aber lange um Gold mit

Der EM-Titel ging an den Franzosen Jean Luc Duez, der bei 3,75 Metern einen kühlen Kopf bewahrte. Wäre Achtelik im letzten Versuch über 3,80 Meter doch noch über die Latte geflogen, hätte er seinen Europameistertitel in der M55 verteidigt. Nachdem der Italiener Marco Mastrolorenzi bei 3,75 Metern gescheitert war, stand aber wenigstens frühzeitig fest, dass Achtelik eine Medaille gewinnen würde. Wäre Achtelik fit gewesen, wären ihm Höhen weit über vier Meter zuzutrauen gewesen. 4,20 Meter oder sogar Sprünge in Richtung 4,30 Meter wären dann im Bereich des Möglichen gewesen.

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