Benjamin Siegert ist der „Papa Schlumpf“ beim FC Nordkirchen

hzFC Nordkirchen

Einen Spieler mit Bundesligaerfahrung gibt es in der Bezirksliga nur sehr selten zu bestaunen. Beim FC Nordkirchen spielt mit Benjamin Siegert einer, der sich dafür aber super eingelebt hat.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 20.09.2019, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seine Rolle? „So ein Mix aus Papa Schlumpf und alter Hase“, antwortete Benjamin Siegert. Der 37-Jährige durfte in seiner Karriere schon sieben Minuten Bundesligaluft schnuppern und lässt diese jetzt beim FC Nordkirchen ausrollen. Dass der Ex-Wolfsburger aber in einem Spiel mal nur auf Sparflamme laufen wird, streitet er ab.

Im Gegenteil - an sich selbst und seine Teamkollegen hat Siegert höchste Anforderungen: „Ich erwarte, dass wir alle noch eine, vielleicht sogar zwei, Schippen oben drauf legen. Wir sind noch längst nicht am Maximum.“

Bei der Truppe von Issam Jaber dauert es nur kurz, bis er sich eingelebt hatte.

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„Wir sind ja Fußballer, da sind die Berührungsängste nicht so groß.“ Wie Benjamin Siegert das wohl meint? „Du kommst in einen neuen Verein und nachdem du alle deine Kollegen begrüßt hast und einmal mit ihnen gelacht hast, gehörst du dazu“, erklärt der 37-jährige Mittelfeldspieler.

Benjamin Siegert spielte 7 Minuten Bundesliga

Benjamin Siegerts Vita lässt sich durchaus gut lesen. VfL Wolfsburg, Eintracht Braunschweig, Wehen Wiesbaden, VfL Osnabrück und Preußen Münster. Alles bekannte Namen im deutschen Profifußball. Zu den sieben Minuten Bundesliga kommt er auf 2.000 Minuten im DFB-Pokal, und jeweils über 11.000 Minuten in der 2. und 3. Liga. 20 Tore schoss er in den beiden Fußballunterhäusern. Doch so gut läuft es in der Bezirksliga 11 bisher noch nicht. Es dauert schon eine Weile, bis man ihn in der Torjägerliste findet, denn mit einem Tor steht der Routinier nur auf Platz 48 in dieser Liste.

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„Das ist schon etwas enttäuschend. Eine einzige Bude ist mir absolut zu wenig. Da sollten schon noch 20 Tore hinzukommen“, sagt der Rechtsaußen. Trotz der wenigen Tore ist sein neuer Trainer Issam Yaber voll des Lobes: „Er ist ein super Spieler. Sowohl spielerisch als auch menschlich. Er wurde sofort zum Stammspieler und hilft uns überall weiter.“ „Papa Schlumpf“ sieht sich selbst als Anführer und Mentor für die jungen Spieler: „Ich möchte den Jüngeren gerne helfen. Nicht unbedingt vor dem Spiel, viel mehr auf dem Platz durch Zurufe. Und ich glaube, dass sie das alle sehr gerne annehmen.“

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Vor der Saison war der 37-Jährige vom Landesligisten SC Münster zum FCN gekommen. „In der Landesliga oder Oberliga trainierst du dann oft schon vier oder fünf Mal in der Woche plus das Spiel am Sonntag. Dazu noch meine Arbeit. Da wäre die Familie auf Platz drei und das wollte ich so nicht mehr.“ So erklärt Siegert diesen Wechsel. „Natürlich hätte ich auch noch höher spielen können, aber so macht es wir einfach viel mehr Spaß.“ Wieso das denn?

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„Es ist einfach ein ganz anderes Pflaster in der Bezirksliga. Hier lachen sich die Spieler minutenlang über Szenen kaputt, die in der Oberliga kaum lustig wären. Zum Beispiel dann, wenn einer vor dem Tor ausrutscht oder den Ball bis in den Jordan schießt.“

Siegert: „Es macht einfach viel mehr Spaß hier.“

Und so ist es auch kein Wunder auf welche Spiele sich der ehemalige Bundesligakicker in dieser Saison noch ganz besonders freut. „Das Pokalspiel gegen den Landesligisten aus Roxel war richtig cool. Da haben die Jungs mal gesehen, was durch eine passende Einstellung alles möglich ist. Genau so sehr freue ich mich deshalb nun auch auf die nächste Runde gegen Kinderhaus.“

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