Carsten Sprung startet Spendenaktion fürs Kinderpalliativzentrum

Coronavirus

Carsten Sprung sammelte bereits letztes Jahr Geld durch gelaufene Wettkampfkilometer. Dieses Jahr fallen viele Läufe durch die Corona-Pandemie aus. Nun startet er eine eigene Spendenaktion.

von Hendrik Skirde

Nordkirchen

, 02.04.2020, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Carsten Sprung vor dem Start beim Bremen-Marathon - der Läufer hofft nun, dass mehr Spenden zusammenkommen, als er Trainingskilometer bis Jahresende schafft.

Carsten Sprung vor dem Start beim Bremen-Marathon - der Läufer hofft nun, dass mehr Spenden zusammenkommen, als er Trainingskilometer bis Jahresende schafft. © Carsten Sprung

Carsten Sprung sammelte bereits letztes Jahr 1000 Euro für den guten Zweck. Mit einem Unternehmer aus dem Freundeskreis machte er aus, dass dieser pro gelaufenen Wettkampfkilometer von Sprung fünf Euro spendet. Dieses Jahr macht die Corona-Pandemie der Aktion einen Strich durch die Rechnung.

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„Es fallen viele Läufe aus, dadurch kann ich natürlich auch nur weniger Kilometer laufen. Das ist sehr schade, weil mich dieses Jahr auch mein Arbeitgeber und weitere Sponsoren unterstützen wollten“, sagte der 43-Jährige mit enttäuschter Stimme. Unterkriegen ließ sich Sprung dadurch allerdings nicht und startete kurzerhand eine Spendenaktion auf der Seite des Kinderpalliativzentrums Datteln. Er fordert nun Freunde, Bekannte und Interessierte heraus, mehr Geld zu spenden, als er an Trainingskilometern in diesem Jahr läuft. Er selbst rechnet mit rund 2500 bis 3000 Kilometer.

Kinderpalliativzentrum ist auf Spenden angewiesen

„Die Einrichtung in Datteln war das erste Kinderpalliativzentrum in ganz Europa und ist aktuell nur eines von zweien in Deutschland. Es ist auf Spenden angewiesen“, erzählt Sprung. Grundsätzlich sei die Einrichtung schon auf eine Million Euro Spendengelder jährlich angewiesen, weshalb es gerade jetzt wichtiger denn je sei, das Kinderpalliativzentrum zu unterstützen.

Die Sammelaktion sei eine reine Herzensangelegenheit. „Meine große Tochter musste vor drei Jahren in die Kinderklinik nach Datteln und ich wunderte mich über das Gebäude nebenan. So bin ich dann auf das Kinderpalliativzentrum gestoßen. Ich war einfach dankbar, dass ich die Hilfe nicht in Anspruch nehmen muss, und sah in die Gesichter der Eltern, die dort rauskamen. Ich bin froh, dass ich zwei gesunde Kinder, meine Familie und unser Häuschen in Nordkirchen habe“, erzählt der Läufer des FCN.

Sprung selbst spendete bereits 200 Euro, die er durch wegfallende Aufenthaltskosten für abgesagte Läufe einsparte. Nun hofft er, dass viele weitere ihm folgen und einen kleinen Beitrag spenden, denn auch in Zeiten der Corona-Krise sollten gerade die Kinder dort nicht unter Kosteneinsparungen leiden müssen. www.kinderpalliativzentrum.de/spendenaktion-starten/

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