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Das sind die Chancen des FC Nordkirchen beim Saisonfinale

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Der FC Nordkirchen plant mit der Relegation der Bezirksliga-Zweiten um den Aufstieg. Doch am letzten Spieltag ist der Titel noch drin. Dafür drückt Nordkirchen Scharnhorst die Daumen.

Nordkirchen

, 24.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Eine Mannschaftsfahrt gibt es ab Montag nicht beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen. Der FCN plant derzeit fest mit einer Relegation, obwohl am letzten Spieltag bei nur einem Punkt Rückstand der Aufstieg noch immer möglich ist. Nordkirchen rechnet mit dem Direktaufstieg nicht. Für Sonntag, 2. Juni, hat Nordkirchen das erste von drei Relegationsspielen im Terminkalender stehen. „Es wird eine lange Saison“, sagt Kapitän Florian Fricke, „und die wird Kraft kosten.“ Deswegen hat der Verein bereits mit den Physiotherapeuten im Umfeld gesprochen. Die Spieler sollen regeneriert und topfit in die entscheidenden K.o.-Spiele um Bezirks- oder Landesligafußball gehen.

Man vergisst bei Florian Frickes Selbstverständlichkeit, mit der er über die Relegation spricht, gerne zwei Dinge: Erstens, dass Nordkirchen vor zweieinhalb Jahren fast in die Kreisliga abgestiegen wäre. Und zweitens, dass am letzten Spieltag der Titel noch möglich ist. Dafür müsste Bövinghausen beim Abstiegskandidaten Scharnhorst verlieren und Nordkirchen gleichzeitig beim Tabellenvierten Kirchderne (15.15 Uhr, Derner Straße 423b, Dortmund) siegen. Sogar das Torverhältnis kann ein Faktor werden.

Alemannia Scharnhorst will sich reinhängen

Scharnhorst ist gleichzeitig Nordkirchens engster Verbündeter bei der Titeljagd. Gewinnt Scharnhorst nicht, ist der Wiederabstieg bittere Realität. Scharnhorst-Trainer Marcus Wedemann überraschte unter der Woche mit einer Aussage über Bövinghausen: „Die Mannschaft hat ja auch in der laufenden Saison personell nochmal richtig nachgelegt. Andererseits muss man sagen, das wir am letzten Wochenende gegen den Tabellenzweiten FC Nordkirchen zwar verloren haben. Nordkirchen war aber überraschend nicht gut. Die waren total verunsichert. Andererseits ist Nordkirchen aber die Mannschaft, die Bövinghausen vor ein paar Wochen mit 3:1 geschlagen hat. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass auch Bövinghausen nicht die Übermannschaft ist. Wir setzen ganz darauf, mit unserem Teamgeist und unserer kämpferischen Stärke da noch was zu reißen.“

Etwas, wo Fricke überhaupt nichts gegen hat. „Wenn Scharnhorst gewinnt, sind wir die ersten, die gratulieren“, sagte Nordkirchens Kapitän, „ich finde gut, dass Scharnhorst sich nicht aufgibt. Das finde ich positiv.“

Druck liegt beim Gegner

Den Druck sieht Wedemann beim Gegner. „Ich glaube, dass der Druck hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Zukunftsorientierung mit Leuten wie etwa Thorsten Legat als Trainer absolut beim Gegner liegt. Für Bövinghausen gibt es im Moment nur eine Richtung, und da wäre ein Nichtaufstieg eine echte Katastrophe. Und das erhöht natürlich den Druck am kommenden Sonntag gewaltig“, sagte er.

Sven Thormann, Trainer des TuS Bövinghausen, hält dagegen: „Wir haben einen Lauf und können auch dem Druck standhalten. Das haben wir bewiesen.“

Beim FCN sind bis auf den am Knie verletzten Daniel Eroglu jedenfalls alle dabei. Marvin Fritsche und Joachim Mrowiec trainierten unter der Woche sogar wieder. Ob beide schon spielen, konnte Fricke nicht berichten. Eventuell schont Nordkirchen sie auch und baut sie im Training auf. Fricke: „Ganz viele von uns haben so eine Relegation noch nicht miterlebt. Es könnte ein emotionales Saisonende werden.“

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