Der traurige Abschied von Dominick Lünemann und Patrick Trawinski vom FC Nordkirchen

hzFußball-Bezirksliga

Sie wollten sich unbedingt mit dem Landesliga-Aufstieg verabschieden. Nun sind sie aber die Einzigen, die in der nächsten Saison höherklassig spielen. Die Trauer war bei beiden riesig.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 07.06.2019, 12:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich wollte mich natürlich unbedingt mit dem Aufstieg verabschieden“, sagte Patrick Trawinski nach der 0:2-Niederlage im Relegationsspiel gegen den FCV Neuenbeken. Für ihn und Dominick Lünemann ergab sich durch den nicht geschafften Aufstieg eine äußerst ungewollte Situation. Während ihre Mitspieler mindestens eine Extrarunde in der Fußball-Bezirksliga drehen müssen, werden Lünemann und Trawinski im nächsten Jahr in der Westfalen- beziehungsweise in der Landesliga kicken.

Dominick Lünemann wechselt zum SV Herbern

Dominick Lünemann, der zur neuen Saison beim SV Herbern auflaufen wird, hatte sich auch einen deutlich schöneren Abschied gewünscht. „Ich habe gar nichts vorbereitet“, so der Offensivakteur. „Für mich war eigentlich die ganze Zeit klar, dass ich am Sonntag noch ein Spiel haben werde.“ Für den in Hamm wohnhaften Kicker gaben besonders die lange Anfahrt und seine berufliche Situation den Ausschlag zu seiner Rückkehr nach Herbern. Für Torjäger Patrick Trawinski endet seine Nordkirchener Zeit nach drei Jahren ebenfalls mit einer großen Enttäuschung. „Dass es jetzt so plötzlich weit auswärts auf einem völlig fremden Platz endet, ist natürlich äußerst schade. Ich wollte mich eigentlich vernünftig für die tollen drei Jahre bedanken, aber nun tut es mir doppelt leid für die Jungs“, sagt der Rechtsaußen, der in der laufenden Saison 13 Tore erzielte. Zur neuen Serie wechselt Trawinski zum Oberliga-Absteiger aus Brünninghausen, wird aber seine alte Truppe so schnell erstmal nicht vergessen: „Du sitzt dann hier und siehst die Saison an dir vorbeiziehen. Es ist einfach unglaublich, was wir in diesem Jahr alles erreicht haben.“

Patrick Trawinski geht zum FC Brünninghausen

Wieso der hochgelobten FCN-Offensive gegen den SCV Neuenbeken in 120 Minuten kein Tor gelang, analysierte Trawinski auch schnell: „Sie haben ein enorm hohes Pressing gespielt und so mussten wir immer wieder die langen Bälle nach vorne schlagen. Das hat unser Spiel kaputt gemacht.“ Besonders in der ersten Halbzeit hätten sich die Schwarz-Weißen zu oft von den Paderbornern überraschen lassen. Auch Dominick Lünemann lobt seine Gegner aus Neuenbeken: „Es war für den neutralen Fußballbeobachter sicher ein richtig geiles Spiel. Leider mit dem schlechteren Ende für uns. Neuenbeken war in der ersten Halbzeit besser, wir in der zweiten. Ein riesen Kompliment für diesen Kampf und Glückwunsch an Neuenbeken.“

Vennekers Gelb-Rote Karte als Knackpunkt

Beide sind sich aber auch einig, dass der Knackpunkt in der 101. Minute geschah, als Nils Venneker die Gelb-Rote Karte sah: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir mit elf Spielern auf dem Feld das Ding ins Elfmeterschießen gerettet hätten“, sagte Trawinski. „Und dann wäre es eine reine Glückslotterie gewesen - vielleicht mit dem besseren Ende für uns.“

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