Deshalb hören Jens Fritsche und Stephan Kriesinger im Sommer beim SV Südkirchen auf

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An den sportlichen Ergebnissen lag es nicht, dass das Trainerduo ab Sommer nicht mehr beim SV Südkirchen an der Seitenlinie stehen. Das sind die Gründe.

von Nico Ebmeier

Südkirchen

, 06.03.2020, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es kam durchaus überraschend, als Franz-Josef Dornhege, Geschäftsführer des SV Südkirchen am Donnerstagmorgen bekanntgab, dass die beiden Trainer des B-Ligisten nach der Saison abtreten. Nun nennen Jens Fritsche und Stephan Kriesinger ihre Beweggründe.

„Es war keine einfache Entscheidung“, stellt Fritsche sofort klar. „Im Gegenteil. Sie war sogar extrem schwer.“ Doch er und Stephan Kriesinger haben sich nun entschieden. Sie hören endgültig nach der Saison auf.

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„Wir haben uns bei Jens zum Grillen getroffen und es war klar, dass wir irgendwann zu diesem Entschluss kommen müssen“, erinnert sich Kriesinger. Da aber keiner der beiden Trainer wirklich das Handtuch werfen wollte, zog sich der Abend extrem in die Länge. „Irgendwann hat dann Einer den Anfang gemacht und dann waren wir uns auch schnell einig.

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„Wir waren wirklich gerne hier Trainer, aber dennoch habe ich nur ein weinendes Auge. Es ist schön, auch mal mehr Zeit für die Familie haben zu können“, erklärt Fritsche seine Beweggründe.

Seine Tochter wurde in dieser Woche gerade ein Jahr alt und „dann ist es eben auch schön, häufiger mal Zuhause zu sein und der Kleinen beim Großwerden zuzusehen.“ Zusätzlich stehen nun bei Fritsche berufliche Veränderungen an, die ihn weiter einspannen. Beim SV Südkirchen bleibt Fritsche trotzdem. Und zwar als Spieler der ersten oder zweiten Herrenmannschaft.

Und auch sein kongenialer Partner hat klare Gründe für den Abgang im Sommer. „Ich muss beruflich in der nächsten Zeit häufig von Montag bis Donnerstag durch das Land reisen. Diese Mannschaft hat es verdient, einen Trainer zu haben, der 100 % bei dem Team ist.“ Und er würde das einfach nicht mehr leisten können.

„Allein das auszusprechen, ist mir unglaublich schwergefallen. Es tut wirklich weh, diesen Verein zu verlassen“, sagt Kriesinger weiter. „Während Jens ja schon immer Südkirchener war, kam ich eher von extern und fand es hier von Beginn an richtig gut.“

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Nun muss der SV Südkirchen einen neuen Übungsleiter finden und auch da kann sich der Verein auf ihr aktuelles Trainerduo verlassen. „Wir stehen in ständigem Austausch mit dem Vorstand und haben auch schon die ein oder andere Empfehlung gegeben“, sagt Kriesinger. „Sollte der Nachfolger aus unserer Sicht nicht zu Südkirchen passen, werden wir sicherlich auch unsere Bedenken äußern.“

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„Der neue Trainer muss unbedingt zur Mannschaft und zum ganzen Verein passen“, weiß auch Jens Fritsche. „Er muss Bock haben, ein junges Team nach oben zu bringen. Wenn das alles passt, kann es in naher Zukunft endlich wieder nach oben gehen.“

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