Fabrizio Pate wartet nach mehreren Operationen darauf, dass sein „Loch im Bein“ zuwächst

hzSC Capelle

Immer und immer wieder musste Capelles Fabrizio Pate Rückschläge hinnehmen. Nach neun Monaten ohne Fußball und einem wahren OP-Marathon befindet er sich nun auf dem Weg der Besserung.

Capelle

, 02.01.2020, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es begann mit leichten Schmerzen, die Fabrizio Pate im linken Oberschenkel verspürte. „Irgendwann hat es im Training ‚klack‘ gemacht“, erinnert sich Pate. Das war im Frühjahr. Seitdem fehlt Pate den B-Liga-Fußballern des SC Capelle.

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Dass er bis Jahresende kein Spiel mehr absolvieren würde, hätte im Frühjahr wohl nicht gedacht. Die Sehne und der Muskel waren fast komplett abgerissen. „Das musste gemacht werden, selbst wenn ich keinen Fußball mehr spielen wollen würde“, so Pate über die Operation. Auch im Alltag hätte ihn die Verletzung also massiv behindert. Im Mai folgte ein Eingriff, der Rectus femoris wurde fixiert. Anschließend verlief der Wiederaufbau der Muskulatur nach Plan, im November stand Pate sogar kurz vor seinem Comeback.

Doch dann der Rückschlag. Im Oberschenkel bildete sich Flüssigkeit, die sich entzündete. Im Dezember ließ Pate drei Operationen über sich ergehen. Ein Schwamm mit einer Vakuum-Pumpe wurde ihm eingesetzt. Nun hat Pate „ein Loch im Bein“, wie er selbst sagt. Alle zwei Tage muss er zur Nachsorge ins Krankenhaus.

Fabrizio Pate wartet nach mehreren Operationen darauf, dass sein „Loch im Bein“ zuwächst

Wann Fabrizio Pate wieder auf dem Platz stehen kann, ist noch völlig unklar. © Sebastian Reith

An Fußball ist noch lange nicht zu denken. Niemand kann Pate prognostizieren, wie viele Wochen es dauert, ehe das Loch von selbst zugewachsen ist. „Im Laufe der Rückrunde“, peilt Pate an, will er seine Comeback feiern.

Fabrizio Pate: „Das ist sehr hart“

Auf sein großes Hobby verzichten zu müssen, traf den 29-Jährigen. „Das ist sehr hart“, sagt Pate. Viel änderte sich allerdings nicht für den SCC-Akteur. Egal ob Training oder Spiel, meistens verbrachte Pate die Zeit, die er eigentlich auf dem Platz stehen sollte, auch so mit seinen Teamkollegen. Er übernahm etwa organisatorische Aufgaben oder leitete vor den Spielen das Aufwärmen. „Ich versuche, die Mannschaft von außen mitzubetreuen“, sagt er.

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Und wenn er dann doch mal etwas mehr Freizeit hatte, als ihm lieb war, investierte Pate diese für die Arbeit. Leicht fiel dem Berater für Baufinanzierungen die fußballfreie Zeit trotz reichlich Ablenkung und Verbleib im Mannschaftsumfeld aber trotzdem nicht. „Es kitzelt immer in den Beinen“, sagt Pate.

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