FC Nordkirchen geht gelassen und regeneriert ins zweite Relegationsspiel gegen Neuenbeken

Fußball

Kampf um den letzten Aufstiegsplatz: Für die Fußballer des FC Nordkirchen steht am Donnerstag das Relegations-Halbfinale an. Von Nervosität und Müdigkeit ist beim FCN aber nichts zu spüren.

von Marcel Schürmann

Nordkirchen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min
FC Nordkirchen geht gelassen und regeneriert ins zweite Relegationsspiel gegen Neuenbeken

FCN-Kapitän Florian Fricke blickt dem Relegations-Halbfinale am Donnerstag gegen Neuenbeken optimistisch entgegen. © Reith

Das erste Relegationsspiel hat Kraft gekostet. 120 Minuten plus Elfmeterschießen standen die Fußballer des FC Nordkirchen vergangenen Sonntag gegen Burgsteinfurt auf dem Platz. Mit 11:10 setzten sie sich im Elfmeter-Krimi durch. Daher absolvierte die Mannschaft von Kapitän Florian Fricke auch nur eine Trainingseinheit vor dem zweiten und vielleicht vorletzten Relegationsspiel, das schon am Donnerstag, 6. Juni, (19 Uhr, Rasenplatz Herzfeld, Diestedder Straße, 59510 Lippetal) über die Bühne geht.

Leihphysio vom SV Herbern hilft beim FCN aus

Die Einheit hielt der FCN am Dienstagabend ab. „Es war eine gelassene Stimmung bei uns. Klar, das Spiel von Sonntag steckt bei uns allen noch in den Köpfen. Wir hatten genügend Themen, die wir ansprechen konnten“, erzählt Fricke. Mit dem „Leihphysio“ Patrick Meistrell habe sich das Team „bestens vorbereitet“. Fricke: „Er hat unsere Beine gelockert, die letzten Wehwehchen verarztet. Wir sind guter Dinge, dass gegen Neuenbeken alle Mann an Bord sein werden.“ Auch am Donnerstag reist Meistrell mit den Nordkirchenern nach Lippetal, wird den Klub auch da mit seiner Expertise unterstützen.

Meistrell ist eigentlich Physiotherapeut beim SV Herbern. „Klasse, dass er in dieser Phase für uns da ist. Der Wunsch wurde in der Mannschaft geäußert, ein paar ehemalige Herberner Spieler bei uns haben immer noch Kontakt zu ihm. Gut, dass der Verein das Okay gegeben hat“

Florian Fricke: „Nicht so sehr auf Taktik des Gegners eingestellt“

Der kommende Gegner, SCF Neuenbeken, der in der Spielzeit 2018/19 in der Staffel 3 nur viermal verlor, agierte während der Saison weitestgehend in einem 3-5-2-System. Dadurch könnte der FCN, der zumeist in einem 3-4-3 aufläuft, im Mittelfeld in Unterzahlsituationen kommen. „Darauf haben wir uns aber gar nicht so sehr eingestellt. Wir haben es mitbekommen und thematisiert. Aber wir wollen uns nicht zu sehr darauf einstellen, sondern den Gegner herausfordern“, sagt Fricke, „wenn wir früh merken, dass es nicht läuft, können wir ja gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Wir wollen uns jedenfalls nicht davon verrückt machen lassen.“

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Dennoch, Neuenbeken gilt es nicht zu unterschätzen. „Ich glaube, das ist eine richtig gute Mannschaft, die uns vor eine große Aufgabe stellen wird. Ihre Saison war super, auch wenn mir eine Einschätzung der Liga schwerfällt. Wir haben jedenfalls großen Respekt“, so Fricke.

Vor allem auf drei Männer muss der FCN am Donnerstag aufpassen: den Ex-Paderborner Jan Welker, vorne Peyman Gorji, der schon in der zweiten Liga im Iran auflief, und Miguel Jan Soylu - das sind die tragenden Säulen bei den Ostwestfalen. „Es kann nicht schaden, wenn man ein paar Zielspieler des Gegners kennt. Auf die Jungs werden wir wohl ein größeres Augenmerk richten. Dennoch wollen wir die Neuenbekener vor eine Aufgabe stellen, die sie erstmal lösen müssen“, so Fricke.

Für Neuenbeken schon Relegationsspiel Nummer drei

Während der FCN in Runde eins ein Freilos hatte, ist es für Neuenbeken bereits das dritte Spiel in der Relegation. Im Achtelfinale schalteten die Ostwestfalen Rot-Weiß Lüdenscheid mit 4:1 aus, vergangenen Sonntag ließ der SCF dem SV Schmallenberg/Fredeburg beim 3:0-Erfolg ebenso kaum eine Chance.

Dass sie da nur 90 statt 120 Minuten gespielt haben, sieht Fricke nicht als Nachteil: „Vielleicht haben wir sogar einen Vorteil, weil sie uns womöglich unterschätzen und denken: ‚Die hauen wir wieder drei oder vier zu null weg.‘ Wir wissen hingegen, wie es sich anfühlt, in Rückstand zu geraten und haben zuletzt oft gezeigt, dass wir in der Lage sind, Spiele zu drehen.“ Die Einstellung beim FCN stimmt jedenfalls. Das Team ist bereit für das Relegations-Halbfinale.

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