FC Nordkirchen steht nach der zweiten Saisonniederlage schon unter Druck

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Der FC Nordkirchen hat im Aufstiegsrennen den nächsten Rückschlag erlitten. Issam Jaber, Trainer der Nordkirchener, sieht aber noch Chancen.

Nordkirchen

, 02.09.2019, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem 2:0-Heimsieg vor einer Woche gegen den SV Lippramsdorf stand Issam Jaber mit einem Lächeln bei der kurzen Pressekonferenz auf dem Nordkirchener Naturrasen. „Uns fehlen vielleicht noch 14 Tage“, sagte Jaber nach dem bis dahin besten Ligaspiel der Saison.

Drei Tage später toppte der Fußball-Bezirksligist im Kreispokal die Leistung noch und warf den Landesligisten BSV Roxel aus dem Wettbewerb. Man hatte das Gefühl, das Nordkirchen jetzt eingespielt ist. Mit der 1:2-Niederlage in Merfeld am Sonntag war deshalb nicht unbedingt zu rechnen. Und das Lächeln von Issam Jaber dürfte am Sonntag auch einem anderen Gesichtsausdruck gewichen sein.

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„Unsere Klasse war nicht vorhanden“, sagte Trainer Issam Jaber am Tag nach der Niederlage. „Ich will nicht nach Ausreden suchen“, sagte Jaber, mit Florian Fricke, Nils Venneker und Dennis Närdemann hätten ihm aber drei wichtige Schlüsselspieler gefehlt. Zudem war der Platz eine Zumutung. Jaber: „Ich weiß nicht, ob der bezirksligatauglich war.“ Kritik gab es aber auch an seiner eigenen Mannschaft. Jaber vermisste eine kämpferische Einstellung. „Wir haben jetzt zwei Niederlagen. Die hatten wir nach der letzten Saison auch schon. Wenn keine mehr hinzukommt, ist alles gut“, so Jaber. Die Liga ist ausgeglichen. „Ich schreibe uns noch nicht ab. Wir müssen jetzt eine Serie starten, von der ich eigentlich gedacht hatte, dass wir sie schon gestartet haben“, sagte Jaber.

Der FC Nordkirchen ist nicht mehr im Soll

Nach schon zwei Niederlagen in vier Punktspielen ist Nordkirchen nicht mehr im Soll. Die Anpassungsschwierigkeiten an die robuste Bezirksliga 11 sind deutlich größer, als es den Verantwortlichen lieb ist. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Landesliga-Absteiger SuS Stadtlohn. Dahinter haben sich im TuS Haltern II und der TSG Dülmen zwei weitere Mitfavoriten positioniert.

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Nordkirchen ist nur Siebter und läuft Gefahr, nun schon frühzeitig dem Saisonziel hinterherzulaufen. Das war zwar nie explizit der Aufstieg. Nach der Fabelsaison 2018/19 musste es aber Nordkirchens Anspruch sein, ganz oben mitzumischen. Jetzt muss Nordkirchen aufpassen, „den Anschluss wenigstens nicht zu verlieren“, wie Co-Trainer Daniel Eroglu am Sonntagabend festhielt.

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