FC Nordkirchen: Torjäger Daniel Krüger meldet sich eindrucksvoll zurück

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Dass Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen so früh hoch führte, lag auch an dem Klasse-Timing von Daniel Krüger, dem in der ersten Halbzeit ein Dreierpack gelang. Nach Ausflügen in die Abwehr ist Krüger wieder dort, wo er hingehört.

Nordkirchen

, 22.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwischenzeitlich hatte Daniel Krüger beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen als Außenverteidiger agiert. Das war ungewohnt für den Mittelstürmer, der sich mit drei Treffern in Halbzeit eins eindrucksvoll zurückmeldete und den FC Nordkirchen früh auf die Siegerstraße brachte.

Bis zu Daniel Krügers Kopfballtor zum 1:0 war Marcel Stiepermann der bislang einzige Nordkirchener Ligatorschütze. War die Eckenvariante einstudiert? „Nein, ich glaube, dass Tim Bröer die ersten Ecken in seinem Leben geschossen hat. Da hat aber alles gepasst“, sagte Krüger. Kurz vor der Halbzeit hatte Krüger Sturmkollege Stiepermann dann dank seines Dreierpacks in der internen Rangliste überholt. Es war Krügers beste Halbzeit in dieser Saison.

Daniel Krüger ist zurück auf seiner Lieblingsposition im Sturm

„Ich bin wieder auf meiner Lieblingsposition angekommen. Der Trainer hatte vor dem Spiel noch gesagt, dass jetzt auch mal andere treffen müssen, damit Stiepermann nicht denkt, dass er der Einzige ist, der treffen kann. Da musste ihn irgendwer mal kitzeln“, scherzte Krüger nach dem Abpfiff.

Daniel Krüger auf dem Weg zum 2:0.

Daniel Krüger auf dem Weg zum 2:0. © Sebastian Reith

Gemeinsam stehen Stiepermann und Krüger für das vielleicht gefährlichste Sturmduo, das nur die Speerspitze der brandgefährlichen FCN-Offensivabteilung ist. Links wirbelte Joachim Mrowiec und agierte nicht weniger gefährlich.

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Rechtsaußen rannte Roman Humenscheimer die Linie auf und ab, agierte aber noch glücklos. Hinter den Spitzen zog Ufuk Ekincier seine Bahnen. Und Simon Mors, vergangene Saison zweistelliger Torschütze, kam ja noch von der Bank.

„Es ist gut für uns gelaufen, dass wir früh die Tore gemacht haben und in den Rhythmus gefunden haben, obwohl das noch lange nicht die Leistung über 90 Minuten war, die wir können“, sagte Krüger, „wenn man dann aber so deutlich gewinnt, können wir zufrieden sein.“

Das 3:1 fällt zur richtigen Zeit

Er lobte, dass das Umschaltspiel diesmal besser geklappt hat. Das sah man vor allem vor dem Torwartfehler, als Nordkirchen blitzschnell von Verteidigung in Angriff überging, den misslungenen Abstoß in Krügers Treffer zum 2:0 ummünzte. „Wir haben es mal schnell ausgespielt. Das war sicherlich ein wichtiger Punkt heute“, sagte Krüger.

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Mario Plechaty äußert sich nach dem Waltrop-Sieg

Trainer Mario Plechaty betonte, dass das Nordkirchener 3:1 genau zur richtigen Zeit gefallen sei. „Das spielte uns natürlich in die Karten. Das gibt automatisch Sicherheit“, sagte auch Krüger.

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Nordkirchens Angreifer war dabei Niklas Eßmann im Waltroper Tor angelaufen. Normalerweise macht Krüger das, um einen unkontrollierten Ball ins Mittelfeld zu erzwingen. Diesmal aber kam Krüger an den Ball, weil Eßmann zu lange zögerte, und Krüger packte das lange Bein aus, mit dem er den Ball ins Tor beförderte.

Anlaufen ist nur selten erfolgreich - aber manchmal eben doch

„Einen Torwart unter Druck zu setzen, ist immer gut und ich kann mit meinen langen Gräten immer etwas besser dazwischen kommen. Da spekuliere ich auch immer drauf. Dass es natürlich so klappt, damit habe ich nicht gerechnet. Das konsequente Anlaufen mache ich ganz gerne, um für Unordnung zu sorgen“, sagte Krüger.

Auf eine Kampfansage in Richtung RW Germania verzichtete er. Sonntag gastiert Nordkirchen als Tabellenführer beim Tabellenzweiten aus Dortmund - die beiden einzigen noch verlustpunktfreien Teams in der Bezirksliga 9. „Wir sind erstmal froh, dass wir aus drei Spielen neun Punkte haben, und können befreit am Sonntag dahin fahren. Es wird dann ein anderes Kaliber. Aber ich glaube, dass uns das auch mal entgegenkommt. Wir haben Rückenwind“, so Krüger.

Am Ende des Tages glich übrigens auch noch Stiepermann aus. Er verwandelte einen Elfmeter und steht jetzt ebenfalls bei drei Saisontoren.

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