5:0 - FC Nordkirchen zerlegt den BV Brambauer in seine Einzelteile

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Nordkirchen schloss sein Mini-Trainingslager erfolgreich ab. Am Sonntagnachmittag gab es gegen den gleichklassigen BV Brambauer, der viel experimentierte, einen überzeugenden 5:0-Sieg.

von Hendrik Skirde

Nordkirchen, Brambauer

, 23.08.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Obwohl Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen die Partie nur mit zehn Spielern auf dem Platz beendete, überzeugte die Mannschaft beim Spiel gegen den BV Brambauer auf ganzer Linie und schloss sein Mini-Trainingslager, wie Trainer Mario Plechaty es nannte, gelungen ab. Für den Trainer des BV Brambauer, Frank Bidar, war die deutliche 0:5-Niederlage jedoch nicht zufriedenstellend, auch wenn er und seine Mannschaft trotzdem viel Positives aus der Partie mitnehmen würden.

Bereits in der 62. Minute stand es 5:0 für den FC Nordkirchen. Nachdem der Dreifachtorschütze Daniel Krüger in der 59. Minute nach einer Flanke von links vier Meter vor dem Tor den Ball per direkt Direktabnahme unter die Latte ins Netz haute, erhöhte er in der 62. Minute nach guter Vorarbeit von Ufuk Ekincier und Nils Venneker noch auf 5:0.

Klare Niederlage für den BV Brambauer

Der BVB konnte sich glücklich schätzen, nicht noch höher verloren zu haben. BVB-Schlussmann Alexander Ruscher hielt einen Elfmeter von Ekincier und der linke Pfosten verhinderte später, dass Krüger kein Viererpack schnürte.

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Trotz der klaren Niederlage war die Stimmung bei Bidar nach dem Spiel alles andere als schlecht. „Wir haben heute wieder ein bisschen was ausprobiert und den ein oder anderen, der in den letzten Wochen ein wenig zu kurz gekommen ist, mit dazu genommen. Es ist eine wichtige Erfahrung, auch mal eine Mannschaft wie Nordkirchen erleben zu können, und zu sehen, wo die größten Unterschiede zu so einer guten Mannschaft seien können“, erklärte Bidar.

Er lobte den FCN in höchsten Tönen. Nordkirchen sei eine absolute Topmannschaft, die in der Bezirksliga nichts zu suchen hat. Der Trainer des BVB betonte auch, dass Nordkirchen nicht der Maßstab sei, an dem man sich messen wolle.

FC Nordkirchen legt kräftig los

Zu Beginn des Spiels startete Nordkirchen sehr ambitioniert und lief aggressiv den Ball an. So kam es, dass Nordkirchen gute 20 Meter zentral vor dem Tor einen Freistoß rausholte, den Daniel von der Ley sehenswert unten rechts im Tor zum 1:0 platzierte.

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Nach einer sehr starken Anfangsphase kam dann auch der BVB immer besser ins Spiel. „Wir haben gestern zweimal trainiert und heute Morgen noch. Wir hatten dann in der ersten Halbzeit eine Phase, in der die Beine müde waren, das hat man uns angemerkt. Generell hat die Mannschaft das heute aber wieder richtig gut gemacht“, lobte Plechaty seine Spieler.

Bidar nimmt Positives aus der ersten Halbzeit mit

Positives nahm Bidar vor allem aus der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit mit. „Wir haben es richtig gut gemacht, den Ball viel zirkulieren lassen und haben viel über die Außen gespielt. Die ein oder andere Torchance hatten wir auch, haben sie dann aber leider nicht nutzen können.“

Brambauers Matthias Klempt (r.) grätscht gegen Florian Siemerling.

Brambauers Matthias Klempt (r.) grätscht gegen Florian Siemerling. © Hendrik Skirde

In der starken Phase der Brambauer war es dann zum ersten Mal an diesem Nachmittag Daniel Krüger, der sich kurz vor der Pause gegen mehrere Gegner im Strafraum durchsetzte und dann ins lange Eck schoss und auf 2:0 erhöhte. Direkt nach der Pause erzielte dann der zur Halbzeit eingewechselte Joachim Mrowiec nach einem Querpass im Sechzehnmeterraum vor dem freien Tor das 3:0. Plechaty lobte nach dem Spiel vor allem seine Stürmer. Wenn alle fit sind, sei es schwierig, sich zu entscheiden.

Nordkirchen beendet Spiel mit zehn Mann

Fünf Minuten vor Ende des Spiels gab es dann noch eine Kuriosität. Nachdem Ekincier mehrmals mit seinem Gegenspieler aneinander geriet, nahm Plechaty ihn sicherheitshalber aus dem Spiel, jedoch ohne einen neuen Spieler aufs Feld zu schicken.

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„Ich habe ihn rausgenommen, bevor da noch etwas passiert. Sowas können wir nicht gebrauchen. Ich kenne Ufuk schon länger, ab und zu muss man Spieler mal runternehmen, um sie zu schützen“, erklärte Plechaty seine Auswechslung.

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