Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Franz-Josef Dornhege (52) erfüllt sich einen Traum und steht mit drei Söhnen auf dem Platz

hzFußball

Drei Dornhege-Brüder in Südkirchens Kader sind ja fast schon der Standard. Jetzt hat auch Vater Franz-Josef nach über 20 Jahren noch mal zu den Pöhlern gegriffen - ein lang gehegter Traum.

Südkirchen

, 24.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Nein, es war kein Fehler, der sich da in der Aufstellung des Fußball-B-Ligisten SV Südkirchen am vergangenen Spieltag gegen den SC Capelle eingeschlichen hatte. Auf einmal stand Franz-Josef Dornhege (52) auf dem Spielberichtsbogen als Einwechslung. Eigentlich ist Dornhege Leiter der Fußballabteilung. Auf den Rasen gehört er nicht mehr. Wir haben nachgefragt.

„Es war immer mein Traum, einmal mit meinen drei Söhnen auf dem Platz zu stehen“, erzählt Dornhege. Mit Marvin (21), Nils (20) und Robin (18) spielen bereits Dornheges drei Söhne in der ersten Mannschaft unter Stephan Kriesinger und Jens Fritsche. Alle sind aus den Jugendmannschaften raus. Bisher war ein gemeinsames Pflichtspiel daher nie möglich - bis jetzt.

„Die ganze Aktion war mit dem SC Capelle abgesprochen“, sagt Franz-Josef Dornhege. Zum Lokalderby, gleichzeitig auch noch Südkirchens letztes Spiel auf dem Aschenplatz, bevor demnächst der so gut wie fertige Kunstrasenplatz in Betrieb geht, hatten Südkirchen und Capelle vereinbart, nur bis zur 87. Minute Volldampf zu geben.

Franz-Josef Dornhege (52) erfüllt sich einen Traum und steht mit drei Söhnen auf dem Platz

Die vier Familienmitglieder auf dem noch nicht ganz fertigen Kunstrasen (v.l.): Nils Dornhege, Franz-Josef Dornhege, Marvin und Robin Dornhege. © Dornhege

Franz-Josef Dornhege muss in den Sturm

Dann kam Dornheges großer Auftritt. Früher war er Torhüter, musste jetzt aber auf ungewohnter Position auf die Asche. „Ich musste vorne rein, weil der Trainer Angst hatte, dass hinten doch was anbrennt“, sagte Franz-Josef Dornhege, der sich riesig über das Familiending auf dem Platz freute: „Es war einfach richtig klasse.“

Der letzte Einsatz ist über zwei Jahrzehnte her. „Ich habe zum letzten Mal vor 25 Jahren auf dem Platz gestanden, damals noch für den FC Nordkirchen“, berichtet er. Hier lag auch bis vor vier Wochen auch noch sein Spielerpass, den Dornhege angefordert hatte, damit die Jux-Aktion auch ganz legal über die Bühne gehen konnte. „Wir hätten das auch nicht gemacht, wenn Capelle noch im Abstiegskampf gewesen wäre. Das hätte sonst einen blöden Beigeschmack gehabt“, sagt er.

Marvin Dornhege ist stolz auf den Clan

Die Karriere hatte Franz-Josef Dornhege damals recht früh beendet. „Wir haben früh gebaut und dann kamen ruck-zuck die Kinder“, sagt er. Marvin, der älteste der drei Brüder, freute sich über den Vater-Söhne-Einsatz im gleichen Trikot. „Es war mal etwas Neues. Vier Dornheges versammelt auf dem Platz - das war eine geile Sache. Es macht schon stolz, wenn mit vier von elf Spielern fast die halbe Mannschaft Dornhege heißt“, sagt Marvin Dornhege.

Ganz so viele Ballkontakte habe der Vater dann auch nicht gehabt. „Wir haben ihn klassisch überspielt“, witzelt Marvin. Beim 0:0 zwischen beiden Mannschaften sei es trotzdem das Highlight des Spiels gewesen.

Lesen Sie jetzt