Handballkreis legt verrückten Modus für Olfens Handballer fest

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Große Veränderungen kommen auf den SuS Olfen zu. In der Handball-Kreisliga sind zu viele Mannschaften gemeldet - die Liga platzt aus allen Nähten. Der Kreis hat sich zu einem besonderen Schritt entschieden.

31.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Saisonabbruch, vermehrter Aufstieg, große Liga: Da die Zahl der Teams in der Handball-Kreisliga Industrie zu groß gewesen wäre, erwartet den Rückkehrer SuS Olfen nach dem Aufstieg ein neuer Modus: Die Liga wird geteilt. Der Saisonstart steht auch fest.

? Wie sieht das neue Ligensystem aus?

Die neue Kreisliga Industrie ist Neuland für den SuS Olfen. Der Handballkreis Industrie hat sich entschieden, die Kreisliga 2020/21 in zwei Gruppen aufzuteilen. Diese Gruppen bestehen aus acht beziehungsweise sieben Teams.

? In welcher Gruppe befindet sich der SuS?

Der SuS Olfen befindet sich in Gruppe 2. Der Aufsteiger ist mit sechs weiteren Teams in einer Liga: Den Hattinger Vereinen TuS Hattingen III und Ruhrbogen Hattingen, Lokalrivale Waltroper HV, dem Bochumer HC, dem VfL Bochum und der HSG DJK Rauxel-Schwerin II.

? Was passiert nach den Gruppenspielen?

Kreis-Spielwart Rolf Karrenberg erklärte: „Nach den Gruppenspielen spielen die ersten vier Mannschaften der beiden Ligen um den Aufstieg, die letzten vier um den Abstieg.“ Dabei sei noch nicht festgelegt, ob die Mannschaften Punkte und Ergebnisse aus der Vorrunde mitnehmen, wie das bei Europameisterschaften üblich ist. „Die Spielordnung ist noch nicht verhandelt“, sagte Karrenberg.

? Wer befindet sich in der anderen Gruppe?

In der Gruppe 1 befinden sich der TV Wattenscheid, die PSV Recklinghausen II, die TSG Sprockhövel, der SV Westerholt II, die SG Suderwich, der VfL Gladbeck II, der HC Westfalia Herne II und die DJK Westfalia Welper II. Auf diese Teams kann Olfen dann nach dem Tabellen-Split treffen - aber nicht auf alle.

? Warum hat der Kreis die Ligen aufgeteilt?

Der Grund ist das Coronavirus gewesen. Durch den Saisonabbruch ist die Zahl der Mannschaften sehr groß gewesen. Es gab weniger Absteiger, aber mehr Aufsteiger. Jetzt sind 15 Teams gemeldet. Das hätte 28 Spieltage bedeutet. Nun wird der SuS Olfen 12 Vorrundenspiele nach Hin- und Rückspielen austragen, wofür 14 Spieltage (ein Team hat bei ungerader Mannschaftszahl immer spielfrei) benötigt werden. Hinzu können dann noch 6 oder 12 weitere Spieltage kommen, je nach Modus.

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? Wie reagiert der SuS Olfen auf die Neuerung?

„Das ist eine richtig gute Lösung. Ich halte es für eine gerechte Sache nach so einem Jahr“, lobte Olfens Handballchef Michael Scholten. Mit Waltrop habe der SuS auch ein echtes Derby. In dem neuen Modus kommt es wesentlich mehr auf jedes einzelne Spiel an - Ausrutscher können schwerer wieder aufgefangen werden. „Wir müssen hellwach und topfit sein. Es wird darauf ankommen, welche Mannschaften gut aus der Vorbereitung rauskommen“, sagte Scholten.

? Welches Saisonziel hat der SuS Olfen?

Normalerweise hätte der SuS Olfen als Aufsteiger einen einstelligen Tabellenplatz angestrebt und wollte im Mittelfeld landen. „Wir machen uns keine Illusionen, dass wir Aufstiegsanwärter Nummer eins sind“, so Scholten. Mit Platz vier in der eigenen Gruppe hätte der SuS aber mit dem Abstieg in der zweiten Saisonhälfte nichts mehr zu tun. Vierter unter sieben Klubs - ein realistisches Ziel.

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? Wie viele Teams steigen ab?

Das ist unklar. Es hängt auch von der Zahl der Absteiger aus der Bezirksliga ab. Kommen keine Teams runter, wovon nicht auszugehen ist, dürften es dennoch mehr werden als sonst. Denn der Handballkreis plant nach der Saison die Rückkehr zur alten Staffelgröße. Das bedeutet, die Staffel sowieso von 15 auf 14 Mannschaften zu reduzieren.

? Wann beginnt die Saison?

Nachdem ursprünglich einmal vom 1. November als Starttermin die Rede war, ist nun der 24. Oktober Saisonstart. In Stein gemeißelt ist das aber nicht. Der Verband hat die Möglichkeit, bei Hallensperrungen aufgrund von Corona zu reagieren.

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