Joachim Mrowiec (28) hat eine neue Rolle beim FC Nordkirchen - doch erstmal ist er gesperrt

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Sechser, Zehner, Flügelflitzer oder Stürmer? Joachim Mrowiec vom FC Nordkirchen wird weiterhin von seinem Trainer auf dem Taktikbrett hin und her geschoben. Eine Lieblingsposition hat er nicht.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen

, 24.02.2020, 15:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sechser, Zehner, Flügelflitzer oder doch wieder Stürmer. Der aktuell arg ausgedünnte Kader des FC Nordkirchen macht es möglich, dass Joachim Mrowiec zwischen vier Positionen auf dem Spielfeld wechselt. „Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde beziehungsweise wo mich der Trainer aufstellt“, sagt er selbst zu seiner Situation.

Aber der Reihe nach - im Sommer 2017 kam „Jockel“ von der Spielvereinigung Erkenschwick zu den Nordkirchenern. Ganz klar als Stürmer. Nachdem der FCN auf dieser Position ein Jahr später aber mit Daniel Krüger ebenfalls nochmal nachlegte, wurde Mrowiec zum Außenstürmer umgeschult. „Das war wirklich grausam. Ich brauchte bestimmt ein halbes Jahr, um mich an diese Positionen zu gewöhnen“, so die Nummer 19.

Wegen Daniel Krüger muss Joachim Mrowiec ausweichen

Nun, zwei Jahre später, scheint sich Mrowiec wieder umstellen zu müssen. In der Wintervorbereitung stellte ihn Trainer Jaber personell bedingt mal als Sechser im defensiven und mal als Zehner im offensiven Mittelfeld auf. Aus dem torgefährlichen Stürmer scheint also mehr und mehr ein Ballverteiler zu werden. „Das ist voll okay so“, sagt er. „Wichtig ist, dass ich überhaupt spiele und langsam fange ich an, es zu mögen, Bälle auch mal quer zu legen.“

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Zunächst darf der 28-Jährige aber gar nicht auf dem Platz stehen. Im vergangenen Ligaspiel gegen Epe bekam er in der dritten Minute der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte, nachdem er Timo Schönherr regelwidrig im Strafraum von den Beinen geholt hatte.

„Das war definitiv eine Schwalbe von ihm“, revidiert Mrowiec sofort. „Er springt kurz vor mir ab und tritt mich dann, damit ein Kontakt zu hören ist.“ Wenige Minuten zuvor hatte Mrowiec seine erste Gelbe Karte kassiert, nachdem er den Ball weggeschlagen hatte, um auf Zeit zu spielen. „Da wäre der Videobeweis sinnvoll gewesen“, sagt er lachend. „Aber es hat sich ja noch zum Guten gewendet. Deshalb - alles okay“, denn sein Torhüter Philipp Sandhowe hielt den Strafstoß.

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Damit ist der FCN nur noch drei Punkte hinter dem SuS Stadtlohn - mit einem Spiel weniger - auf Platz zwei und dieser könnte eventuell zur Aufstiegsrelegation reichen. „Es ist schon kurios. Gefühlt waren wir schon raus aus dem Aufstiegsrennen und jetzt sind wir wieder mitten drin“, so die Nummer 19.

Der Grund: Stadtlohn gewann in diesem Jahr noch kein Spiel und verlor am Samstag sogar mit 0:1 gegen Union Lüdinghausen. „Im Vorjahr haben wir die ganze Zeit umsonst gehofft, dass Bövinghausen mal patzt. Irgendwann hat man gar nicht mehr auf die Ergebnisse gewartet. Dies ist nun anders.“

Am Sonntag steht nun das womöglich richtungsweisende Spiel gegen den Fünften aus Merfeld an - ohne Joachim Mrowiec als Sechser. Der Stürmer sitzt seine Sperre ab. Danach braucht Nordkirchen ihn mehr denn je.

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