Knapper Sieg mit nur drei Punkten Vorsprung

Frauen-Basketball: Bezirksliga

Das 41:38 gegen das neue Schlusslicht Waltrop war ein Arbeitssieg für den FC Nordkirchen. Dass sich der FCN am Ende noch schadlos hielt, ist die angenehme Nachricht aus einem Krimi, der eigentlich keiner werden sollte.

Nordkirchen

, 21.01.2018, 19:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Yana Kampert (r.) warf vier Punkte in Waltrop. Das 41:38 der Nordkirchenerinnen war jedoch äußerst dürftig. Für Trainer Frank Benting war das Wichtigste, dass Nordkirchen das Spiel überhaupt noch gewann.

Yana Kampert (r.) warf vier Punkte in Waltrop. Das 41:38 der Nordkirchenerinnen war jedoch äußerst dürftig. Für Trainer Frank Benting war das Wichtigste, dass Nordkirchen das Spiel überhaupt noch gewann. © Reith (Archiv)

Frauen-Basketball, Bezirksliga
FC Nordkirchen – GV Waltrop II 41:38 (8:14, 9:5, 10:8, 14:11)

Da sind Nordkirchens Bezirksliga-Basketballerinnen aber noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Gegen Schlusslicht GV Waltrop II gewann der FC Nordkirchen zwar, hinterließ dabei aber auch jede Menge Fragezeichen. Mit 41:38 (8:14, 9:5, 10:8, 14:11) ging das erste Spiel des Jahres an die Mannschaft von Frank Benting.

„Ich hatte mir eigentlich einen ruhigen Tag vorgestellt“, sagte Frank Benting am Sonntag. Nordkirchen: Tabellendritter, der große Favorit. Waltrop: zu diesem Zeitpunkt Vorletzter, der klare Außenseiter. Was sollte da schon schief gehen? Bei der Partie in Waltrop am Samstag sah sich Benting aber während der Halbzeitansprache gezwungen, nur noch auf das Ergebnis zu gucken. „Wir mussten einfach nur einen Korb mehr machen als der Gegner“, sagte Benting. Da stand es 19:17 für Waltrop. Das Kellerkind, das erst einmal in dieser Saison gewonnen hatte, führte gegen die Nordkirchener mit Meisterschaftsambitionen. „Es war kein gutes Basketballspiel, von beiden Mannschaften nicht. Von uns hätte ich mir mehr gewünscht“, sagte Benting.

Wenigstens in der entscheidenden Phase fand Nordkirchen zurück zu seiner Souveränität. 27:27 stand es vor dem letzten Viertel. Fünf Minuten später hatte sich der FCN auf 35:30 abgesetzt. „In der Phase haben wir es gut hingekriegt. Die letzten Minuten war es dann relativ ungefährlich“, sagte Benting.

Nordkirchen war eigentlich gar nicht schlecht gestartet. 8:4 führten Nordkirchens Korbjägerinnen nach sieben Minuten – das waren zwar immer noch wenige Punkte, aber das Ergebnis war noch im Rahmen. Das änderte sich bis zur ersten Viertelsirene. Erst setzte Waltrop einen Dreier, dann machten die Gastgeberinnen in nur zwei Minuten weitere sieben Punkte. „Meine Spielerinnen haben sich angeguckt und sich gefragt, wie das passieren konnte“, sagte Benting, denn Nordkirchen stagnierte bei schwachen acht Punkten im ersten Spielabschnitt.

Es klang danach, als habe Nordkirchen die fehlende Spielmacherin Rike Breuing schmerzlich vermisst. Nordkirchens Trainer bemängelte die Struktur im eigenen Spiel, fehlende Organisation, Hektik, Ungeduld, lobte aber auch Waltrop. „Die Mannschaft hat eng verteidigt und uns nur wenige Räume gelassen“, sagte er. Zudem sei Nordkirchen mit einer Centerspielerin überhaupt nicht zurechtgekommen.

Den Rhythmus fand Nordkirchen auch im Mittelabschnitt nicht. Zwar knabberte Nordkirchen den Rückstand Punkt für Punkt ab und führte beim 23:19 im dritten Viertel auch wieder, abgesetzt hatte sich Nordkirchen aber nicht. „Es gab Fehler und Ballverluste. Das hat sich wie ein roter Faden durchgezogen“, sagte Benting später. Das Happy End gab es doch noch – wenn auch nur mit drei Punkten Differenz.

Team und Körbe
FCN:
Bradt (2), Zumholz (8), Mare. Lange (3), Gallenkämper (8), Kampert (4), Wüllhorst, Mari. Lange, A. Benting (2), Klodt (14), Ringelkamp

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