Kreuzbandriss! Robin Dornhege (19) spielt diese Saison nicht mehr für seinen SV Südkirchen

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Robin Dornhege hat einen Kreuzbandriss erlitten. Der jüngste der drei Brüder muss sich ein paar Sprüche von den Brüdern gefallen lassen, freute sich im Krankenhaus aber über ein spätes 3:3.

Südkirchen

, 04.12.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kreuzbandrisse sind der Horror für alle Fußballer. Jetzt hat sich Robin Dornhege (19) vom SV Südkirchen diese schlimme Verletzung gezogen. Der 3. November 2019 dürfte Robin Dornheges schwärzester Tag in seiner Fußballvita sein. Doch er weiß, wofür er so hohen Einsatz gezeigt hat.

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Unter drei Brüdern ist der Ton manchmal rau. „Den einen oder anderen doofen Spruch kann ich mir schon mal anhören“, sagt Robin Dornhege, mit 19 Jahren der jüngste der drei Dornheges, die allesamt für den SV Südkirchen spielen. Marvin ist 23, Nils 21 - sie alle verbindet der Fußball. „Wenn es darum geht, wer einen Kasten Wasser rüber zu Oma tragen soll, kommen die schnell auf die Idee: Robin, kannst du das nicht machen?“, sagt Robin Dornhege, der in den ersten Wochen nach dem Kreuzbandriss nicht ohne Krücken gehen konnte.

Die Brüder ärgern Robin Dornhege - doch das gehört dazu

Ein paar Provokationen im Familienalltag steckt Robin Dornhege weg. Er kann damit leben. Was ihn viel mehr nervt, ist, dass er die Antwort für Sprüche zu Hause nicht auf dem Trainingsplatz mit Tunneln geben kann. „Das gehört in einer Familie dazu. Zu Spielen gehe ich aber auch jeden Sonntag“, sagt Robin Dornhege. Verpassen will er nichts - ein Teamplayer eben.

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Der Beginn der Geschichte ist ein 0:3-Rückstand gegen den damaligen Tabellenführer Ottmarsbocholt. Südkirchen stand mit dem Rücken zur Wand. Dann der Anschlusstreffer. Nur noch 1:3. Hoffnung keimte auf. Die wuchs enorm durch das 2:3. Noch 20 Minuten zu spielen. Alle Südkirchener wussten: Hier geht noch was.

Hochmotiviert wirft sich Dornhege in jeden Zweikampf

Und auch Robin Dornhege war topmotiviert. „Man wirft dann alles rein“, sagt Dornhege, „wenn man nur noch 2:3 hinten liegt, möchte man um jeden Ball kämpfen. Das war zu meinem Nachteil.“ Denn zehn Minuten vor Abpfiff verdrehte er sich das Knie bei einem Zweikampf. „Der Fuß ging in die eine Richtung, das Knie drehte in die entgegengesetzte“, sagt Dornhege.

Es war wie ein Schock für das Südkirchener Eigengewächs. „In dem Moment war es nicht auszuhalten. Es waren Sau-Schmerzen“, sagt er. Mit dem Rettungswagen kam er nach Werne ins Krankenhaus. Gebrochen war nichts, am Dienstag bestätigte sich dann der Anfangsverdacht per MRT-Bild.

OP-Termin erst Mitte Dezember

Operiert wird Dornhege am 16. Dezember. „Wenn es sehr gut läuft, kann ich zur Vorbereitung im Sommer wieder einsteigen. Ich gehe aber davon aus, dass ich dann erstmal meine Fitness aufbauen werde, während die Mannschaft Ballübungen macht“, sagt der Flügelspieler, der in Münster ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Die Nachricht über das späte 3:3 in der 90. Minute erreichte Robin Dornhege im Krankenhaus. Der Kampf hat sich gelohnt. Doch Robin Dornhege hat ihn teuer bezahlt.

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