Mit Florian Siemerling kommt königsblaue Erfahrung zum FC Nordkirchen

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Der 18-jährige Neuzugang ist der jüngste Neue am Schlosspark, hat aber schon beim FC Schalke 04 gespielt. Bei uns spricht er im Interview.

von Nico Ebmeier

Nordkirchen, Selm

, 09.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schalke 04, Westfalenauswahl, VfB Waltrop und nun der FC Nordkirchen. Die bisherige Vita kann sich beim erst 18-Jährigen Florian Siemerling durchaus schon sehen lassen. Mit RN-Mitarbeiter Nico Ebmeier sprach er über seinen Wechsel, ein richtungsweisendes Familienessen und - natürlich - das Coronavirus.

Florian Siemerling, Sie hatten auch Angebote aus anderen Ligen. Wieso haben Sie sich für den FC Nordkirchen entschieden?

Klar, auf jeden Fall gab es auch Angebote von anderen Mannschaften, auch von höher spielenden. Aber ich denke, als Jugend-Landesligist muss mann sich erstmal an das Herren-Klima gewöhnen und da ist der Einstieg in der Bezirksliga genau richtig.

Wieso wurde es dann denn genau Nordkirchen?

Das war eigentlich ganz witzig. Wir saßen mit meiner Familie am Essenstisch und dann ging es darum, was ich im nächsten Jahr mache. Plötzlich kam der FC Nordkirchen ins Gespräch und kurze Zeit später meldete sich auch der erste Verantwortliche. Danach passte es einfach super und die Entscheidung war nicht allzu schwer.

Sie sind Linksverteidiger, mit welchem Profi-Spieler würden Sie sich vergleichen?

Im ersten Moment kommen einem da Außenspieler wie Kimmich oder Alexander-Arnold in den Sinn, aber eigentlich möchte ich mich mit gar keinem vergleichen. Jeder hat seine eigene Spielweise.

Wie wollen Sie denn dem FC Nordkirchen weiterhelfen?

Ich denke, dass ich ein extrem gutes fußballerisches Verständnis habe und einen sehr guten Blick über das Spielfeld. Deshalb war ich in der C-Jugend bei Schalke 04 auch eigentlich zentraler Mittelfeldspieler, ehe man mich in Waltrop als Linksverteidiger aufgestellt hat.

C-Jugend bei Schalke 04 und gleichzeitig Westfalenauswahl. Wieso hat es denn nicht zum großen Sprung gereicht?

Da sollte ich ganz ehrlich sein: Vielleicht hat das Potenzial einfach etwas gefehlt. Da waren schon einige Spieler, die noch etwas mehr drauf hatten als ich. Ich wollte mich dann nicht Woche für Woche abrackern, um am Wochenende nur auf der Bank zu sitzen. Also bin ich dann nach Waltrop gegangen.

Nun bekommen Sie mit Mario Plechaty einen Trainer mit einem Namen an die Seitenlinie gestellt. Kannten Sie ihn vorher?

Natürlich ist einem hierzulande der Name Plechaty ein echter Begriff. Allerdings muss ich sagen, dass ich Sandro eher kannte. Er spielte ja auch auf Schalke. Als der Wechsel nach Nordkirchen dann immer konkreter wurde und ich mit anderen über Mario Plechaty gesprochen habe, wurde mir langsam klar, was für ein Trainer das ist.

Glauben Sie denn, dass Sie in dieser Saison noch ein Spiel für Waltrop machen werden?

Ganz ehrlich? Ich bin so genervt vom Coronavirus. Wir hatten in der Landesliga bisher eine überragende Rückrunde gespielt und waren gerade wieder an der Spitze dran und dann das! Ich glaube wohl nicht, dass wir nochmal ein Spiel in dieser Saison machen werden.

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