Sieben Punkte Rückstand auf die Spitze - FC Nordkirchen verliert den Anschluss zu Haltern

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Erst geführt, dann verloren: Obwohl doch eigentlich viel mehr drin war für den FC Nordkirchen, unterlag die Mannschaft von Issam Jaber mit 1:2 beim TuS Haltern II.

Nordkirchen

, 27.10.2019, 19:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst geführt, dann verloren: Obwohl doch eigentlich viel mehr drin war für den FC Nordkirchen, unterlag die Mannschaft von Issam Jaber, die sich im Topspiel beim Spitzenreiter TuS Haltern II eine Stunde clever verkauft hatte, sich dann aber zwei Aussetzer leistete. Diese bedeuteten: sieben Zähler Rückstand auf das Spitzenduo.

Bezirksliga 11

TuS Haltern II - FC Nordkirchen
2:1 (0:0)

Dieses 1:2 in Haltern war ein Rückschlag, der die weiter drittplatzierten Nordkirchener ins Niemandsland der Tabelle beförderte. Um zu veranschaulichen, wie groß sieben Punkte Abstand nach oben ist, mal der Blick nach unten: Sieben Punkte Vorsprung haben die Nordkirchener auf den Achten Billerbeck. Das Spitzenduo aus Haltern und Stadtlohn, das in Weseke mit 2:1 gewann, ist erstmal enteilt. Der Traum vom Titel ist zwar noch nicht gänzlich ausgeträumt, aber klar war am Sonntag allen: Jetzt wird es ganz schwierig.

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Die Riesenchance kurz vor dem Abpfiff hätte dem FC Nordkirchen fast noch den Ausgleich beschwert. Florian Fricke, der früher in Haltern gespielt hatte, flankte und Simon Mors nahm den Schuss per Seitfallzieher, Tim Oberwahrenbrock im Halterner Tor begrub den Ball unter sich – dann war Schluss.

Issam Jaber sieht eine „unverdiente“ Niederlage

Es war die Chance auf einen Punkt, den man durchaus als verdient hätte werten können. Issam Jaber hatte da klarere Worte für und nannte den Halterner Sieg „unverdient“, gratulierte aber dennoch fair.

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Nach der recht ereignislosen ersten Halbzeit, einer taktisch geprägten Partie, aber kaum Torraumszenen, wurde es in Halbzeit zwei endlich ein richtiges Fußballspiel. Das lag auch daran, dass Nordkirchen in der Lage war, mit dem Gang aus der Kabine Tugenden wie Tempo, Zweikampfstärke und Willen hochzufahren.

Schon nach zwei Minuten hätte Simon Mors Halterns Oberwahrenbrock im Tor fast den Ball vor den Händen weggespitzelt. Nordkirchen kam zu den besten Gelegenheiten des gesamten Spiels – sieht man von Florian Trachternachs wegen Abseits aberkanntem 1:0-Führungstor des TuS (33.) mal ab.

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Wieder Mors wurde nach Benjamin Siegerts starker Vorarbeit im letzten Moment am Einschuss gehindert (52.). Dann zielte Dennis Närdemann nach Schwicks Pass in den Rücken der Abwehr aus elf Metern völlig frei daneben (55.).

Fernando Manfredi trifft vom Punkt zum 1:0

Nach einer Stunde dann die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Gäste auf dem Kunstrasenplatz neben der Stauseekampfbahn. Jonah Sandkühler ließ den Fuß stehen, Siegert fädelte clever ein und fiel – Strafstoß. Dass den Linksverteidiger Fernando Manfredi trat, überraschte. „Es sollte schießen, wer sich sicher fühlt“, sagte Jaber. Und Manfredi war absolut sicher und hämmerte den Ball zum 1:0 ins Tor. „Eigentlich geht der Plan voll auf“, sagte Jaber.

Zu diesem Plan konnte jedoch nicht zählen, dass Nordkirchen sich dann aber unerklärlicherweise wieder einschnüren ließ. „Ich glaube nicht, dass wir geschockt waren, und haben in der Saison ja schon häufiger Rückstände gedreht. Wir sind so stark in der Mentalität, um immer noch zurückzukommen. Wir haben uns noch mehr gepusht als vorher und das zeichnet die Mannschaft aus“, sagte Halterns Trainer Timo Ostdorf.

Haltern gleicht aus - dann trifft Siegert nur den Pfosten

Mit Tim Abendroths Ausgleich war das Spiel wieder völlig offen (72.). „Das tut mir leid, das ist ein individueller Fehler“, kritisierte Jaber später. Siegert traf dann den Pfosten (76.), das letzte Tor machte aber Haltern durch Julian Göcke (82.). Doch wieder hatte Nordkirchen noch Chancen – der Ball prallte aber nur an die Latte (84.).

„Ich kann der Mannschaft null Komma null vorwerfen. Jetzt stehen wir hier. Lange Rede, kurzer Sinn – alle sagen, dass wir ein tolles Spiel gemacht haben, aber davon kann ich mir nichts kaufen“, sagte Jaber enttäuscht.

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