Trainer Tobias Tumbrink verlässt Union Lüdinghausen in Richtung Münster

hzTrainerwechsel

Der bisherige Trainer von Union Lüdinghausen hört im Sommer auf und wird Trainer bei einem höherklassigen Team. Die Lüdinghauser überrascht das. Eine Aussage sorgt auch für Spekulationen.

Nordkirchen

, 12.01.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min


Der Selmer Fußballtrainer Tobias Tumbrink wird im Sommer Union Lüdinghausen verlassen. Der Schritt kommt überraschend. Wie das Münsteraner Sportmagazin „Heimspiel“ in seiner Online-Ausgabe berichtete, wird Tumbrink Teil eines Trainerduos beim Landesligisten BSV Roxel.

Dort ist aktuell noch der Ex-Nordkirchener Sebastian Hänsel auf dem Trainerstuhl, er hatte aber für den Sommer den Rücktritt angekündigt. Die Nachfolger stehen nun fest. Aljoscha Groß, Sportlicher Leiter des BSV Roxel, bestätigte am Freitag, dass Tumbrink (30) gemeinsam mit Manuel Andrick (32) das Trainerduo bilden soll.

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Tumbrink, der am Sonntag urlaubsbedingt nicht erreichbar war, spielte mehrere Jahre bei der SG Selm und war dort neben Deniz Sahin auch spielender Co-Trainer, ehe er nach dem Abstieg aufhörte. Als Spieler war er auch für Westfalia Herne, den SV Südkirchen, den TuS Ascheberg und den BV Brambauer aktiv. Der Kontakt zu Aljoscha Groß stammt aus Ascheberger Zeiten, als Tumbrink die zweite Mannschaft betreute.

Überraschung bei der Union

In Lüdinghausen übernahm Tumbrink im August 2018, wo er Nachfolger von Bülent Kara wurde. Schnell verlängerte Tumbrink auch für die folgende Saison 2019/20. „Wir sind von Tobis und Benes Arbeit absolut überzeugt“, sagte der Sportliche Leiter Daniel Schürmann im Dezember den „Westfälischen Nachrichten“. Tumbrink integriere junge Eigengewächse. In seiner Zeit bei Union legte er auch seine DFB-Elite-Jugendlizenz ab. Schürmann sagte damals auch, dass man mit Tumbrink in die Kreisliga gehen würde. Der Verein schaffte den Klassenerhalt. Aktuell ist der Klub Tabellen-16. und steht auf einem Abstiegsplatz.

Andrick war 2012 vom TuS Haltern gekommen und als Spieler aktiv. Zuletzt war er Spielertrainer beim B-Ligisten TuS Sythen, sagte aber für die kommende Saison ab. Bereits im Dezember hatte die „Halterner Zeitung“ berichtet, dass Andrick Gespräche mit dem BSV Roxel führt. Man habe schnell zusammengefunden, wird Groß über die Verhandlungen zitiert.

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In Lüdinghausen hat Sportchef Daniel Schürmann den Abgang am Sonntag auf Nachfrage bestätigt. „Man konnte nicht davon ausgehen, dass er aufhört“, sagte Schürmann. Auf die Frage, ob der Verein mit Tumbrink im Sommer hätte verlängern wollen, wich Schürmann aus: „Dazu möchte ich mich nicht äußern.“

Eine Nachfolge gibt es noch nicht. „Wir sind zur Zeit in Gesprächen und für alle Seiten noch offen“, sagte Schürmann – auch ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass Bewerber noch Chancen haben.

Bleibt Vester an Bord?

Als ein Kandidat gilt Co-Trainer Benedikt Vester, der in Lüdinghausen innerhalb des Teams beliebt ist. Ob Vester an Bord bleibt oder in die Verantwortung rücken würde? „Das wird sich zeigen. Heute ist erst mal grandios, dass wir es geschafft haben, gegen einen Oberligisten 1:1 zu spielen. Das macht mich stolz. Insbesondere wenn man unsere letzten Ergebnisse sieht“, antwortete Vester. Union testete Sonntag bei der Reserve von Preußen Münster.

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