TuS Aschebergs Trainer Martin Ritz: „Capelle ist immer etwas Besonderes.“

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Fünf Jahre lang war Martin Ritz Trainer des SC Capelle. Seit Sommer 2018 trainiert Ritz nun den TuS Ascheberg und hat zwei Duelle in der Vorbereitung gegen seinen alten Verein.

Capelle

, 14.08.2019, 16:01 Uhr / Lesedauer: 3 min

Bis Ende 2017 war Martin Ritz der Trainer des SC Capelle. Ganze fünf Jahre lang, eine lange Zeit. Im Sommer 2018 ging es zum TuS Ascheberg, der sich damals im Umbruch befand. Im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten spricht Ritz über die Vorbereitung in Ascheberg, die Testspiele und die Beziehung zu seinem Ex-Verein SC Capelle.

Wie läuft die Vorbereitung in Ascheberg, Herr Ritz?

Bis jetzt ist sie ganz okay. Wir haben die letzten zwei Wochen – vor allem im Pokalspiel gegen Wolbeck (0:2-Niederlage, Anm. d. Red.) – ein riesen Spiel nach vorne gemacht. Wir versuchen anderen Fußball zu spielen als letztes Jahr. Jetzt geht die Phase des Urlaubs los. Was das Personal angeht, ist es etwas durchwachsen, aber die Probleme hat ja jeder Verein. Da kann man erst in ein paar Wochen etwas zu sagen, wie sich das entwickelt. Bislang ist die Vorbereitung aber okay.

Was meinen Sie mit anderen Fußball?

Letztes Jahr war es so, dass wir aufgrund der Historie 13, 14 gestandene Leute verloren und keine Neuen dazubekommen haben. 60 bis 70 Prozent davon haben in der zweiten Mannschaft gespielt. Das war ein großer Sprung von den Ligen her. Das Niveau muss man erstmal hinbekommen. Wir wollen nun versuchen aus der Tiefe des Raums über Konter und über das Umschaltspiel zu kommen. Wir haben relativ schnelle Leute vorne. Wir wollen halt mehr Fußball spielen. Wir müssen auch gewappnet sein, dass die Gegner es ja auch wissen. Ascheberg steht tief, die wollen kontern. Wenn wir darauf nicht vorbereitet sind, sieht die Welt wieder ein bisschen schwärzer aus. Gegen Wolbeck, einen Bezirksligisten, hat das schon gut geklappt. Das Spiel hätte ein bisschen anders ausgehen könnten. Gegen Ottmarsbocholt (1:0-Sieg im Testspiel, Anm. d. Red.) haben wir anders gespielt, die schon hinten reingedrückt. Da müssen wir aber auch von der Balance her aufpassen. Wir wollen anders agieren. Da müssen die Spieler jetzt durch, das dauert aber auch. Ich hoffe, wir kriegen das im Laufe des Septembers, Oktobers so hin, dass alle es verstanden haben, wie es geht.

Nun gab es schon ein Testspiel gegen den SC Capelle und am Donnerstag steht das nächste an. Eine spezielle Angelegenheit?

Capelle ist sowieso immer was Besonderes. Weil Rainer Behlert und Benedikt Reckmann an der Seitenlinie stehen. Wir haben letztes Jahr in der Vorbereitung schon gegen Capelle gespielt. Seitdem die beiden das machen, geht es da stetig bergauf. Die haben eine richtig starke Struktur. Wenn die alle an Bord haben, das umgesetzt wird, was die fordern, muss man sich um Capelle keine Sorgen machen. Die Entwicklung einzelner Leute ist schon extrem gut. Das macht echt viel Spaß.

Warum gleich zwei Tests gegen Capelle?

Im Trainingslager haben wir das gerne gemacht Anfang August. Da haben wir noch von 0:3 auf 2:3 verkürzt, obwohl wir an dem Tag eigentlich keine Chance hatten. Viele Spieler die bis dato nicht gespielt haben, werden morgen spielen. Benne Reckmann hatte jetzt kurzfristig angefragt. Jetzt gibt es das Rückspiel. ‚Das ist ja wie Champions League‘, haben wir geflachst und über die Auswärtstorregel Witze gemacht. Das kommt uns aber gerade sehr, sehr gelegen. Ich bin gespannt, wie das Rückspiel ausgeht. Wir sind schon extrem stark gefordert worden, das werden wir morgen auch. Wir freuen uns drauf.

Letztes Jahr hat der TuS lange gegen den Abstieg gespielt, wo soll es dieses Jahr hin?

Wir haben ganz klar die Absprache, dass wir mit gar nichts in die Saison gehen. Unser Ziel ist es am 25. August in Albersloh zu gewinnen. Wenn wir da nicht gewinnen, wollen wir am 1. September gegen Aasee gewinnen. Die Mannschaft lebt gerade viele Extreme durch. Wir haben 13 neue Leute dazu bekommen. Es gibt Entscheidungen, die vielen nicht schmecken werden. Es ist eine ganz andere Herausforderung, da es letztes Jahr kaum Konkurrenzkampf gab. Dem muss man sich die Mannschaft natürlich stellen. Wenn die Mannschaft ein paar Jahre zusammenspielen würde, könnte man ein konkretes Ziel ausgeben. So können wir aber noch kein Ziel ausgeben. Uns würden sie auslachen, wenn wir sagen, wir spielen oben mit. Uns würden sie auslachen, wenn wir sagen wir spielen um den Klassenerhalt. Deshalb ist es egal, welches Ziel wir da erstmal ausgeben. Es ist eine alte Phrase, aber wir denken von Spiel zu Spiel.

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