Wettkampfabbruch wegen Unwetter - vorher ragen zwei Nordkirchener heraus

Leichtathletik

In Dülmen ist ein Meeting nach einem Unwetter abgebrochen worden. Zwei Nordkirchener Starter allerdings präsentierten sich in guter Form und gewannen vor dem Abbruch ihre Disziplinen.

Nordkirchen

17.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Merita Böhm beim Kugelstoßen - das Bild stamm von einem Wettkampf in Dülmen aus dem Jahr 2019.

Merita Böhm beim Kugelstoßen - das Bild stamm von einem Wettkampf in Dülmen aus dem Jahr 2019. © FC Nordkirchen (A)

Beim ersten Werfer- und Springermeeting in Dülmen, das von der TSG Dülmen gemäß den aktuellen Corona-Hygieneregeln bestens vorbereitet wurde, waren insgesamt 14 Leichtathleten des FC Nordkirchen angemeldet, aber nur 9 Athleten konnten an den Start gehen. Denn als nach drei Stunden Wettkampfbetrieb ein Unwetter mit Starkregen einsetzte und ein Ende nicht absehbar war, musste der Veranstalter den Wettkampf abbrechen.

Merita Böhm und Patrick Hüsken präsentierten sich vor dem Wettkampfabbruch in überragender Form. Beide siegten in Dülmen jeweils zweimal unangefochten und holten neue Bestleistungen.

Der erst 11-jährige Patrick Hüsken steigerte sich im Hochsprung von bisher 1,40 Meter erst auf 1,41 Meter und anschließend auf ganz ausgezeichnete 1,44 Meter, die er im zweiten Versuch meisterte. Mit dieser neuen Bestleistung holte er sich überlegen den Sieg. Seine drei Versuche anschließend über 1,47 Meter waren sehr vielversprechend, aber knapp gerissen.

Stark mit dem Schlagball

Dann legte er im Schlagballwurf noch einen drauf. Seine Bestmarke mit dem 80-Gramm-Ball lag bisher bei 46,50 Metern, die er erst vor wenigen Wochen bei seinem Sieg bei einem Meeting in Dortmund aufgestellt hatte. Nach einer guten Wurfserie warf er den Schlagball im fünften Durchgang auf starke 51,50 Meter und hatte am Ende einen Vorsprung von über 10 Metern auf den Zweitplatzierten.

Merita Böhm (15), letztjährige Westfalenmeisterin und Zweite der NRW-Meisterschaften im Diskuswurf, holte sich nach der langen Wettkampfpause und einem Trainingsrückstand klar den Sieg im Diskuswurf. Sie siegte mit 27,28 Metern, ihrer bisher zweitbesten Weite und hätte auch mit ihren vier anderen gültigen Versuchen den Wettbewerb gewonnen. Anschließend siegte sie auch noch im Kugelstoß-Wettbewerb. Hier stieß sie die 3-Kilogramm-Kugel auf die neue Bestweite von 10,31 Meter. Die alte Bestleistung aus dem letzten Jahr lag bei 10,02 Meter. Mit beiden Disziplinen wird sie auch bei den diesjährigen Westfalenmeisterschaften in Hagen vertreten sein.

Zweiter Platz im Hochsprung für Malin Plenge

Einen tollen zweiten Rang im Hochsprung gab es für die 11-Jährige Malin Plenge. Sie steigerte dabei ihre Bestleistung von bisher 1,15 Meter auf 1,20 Meter. Bronze gab es für den 10-Jährigen Ben Lohmann im Schlagballwurf. In der gleichen Disziplin kamen die beiden 11-jährigen Mädchen Aimée Sophie Breforth und Anna Geismann auf Platz drei und vier. Alle drei stellten mit jeweils 24 Meter ebenfalls neue Bestleistungen auf.

Auch die 12-jährige Finja Klocke steigerte sich im Hochsprung auf 1,30 Meter und belegte Rang fünf. Im Kugelstoßen der M14 wurde Thoralf Klocke mit 7,73 Metern Vierter knapp vor Laurin Plenge mit 7,33 Metern, der auf Rang fünf kam.

„Bei einigen weiteren Disziplinen hätten wir sicherlich noch Chancen auf eine vordere Platzierung gehabt“, sagte der Nordkirchener Trainer Franz-Josef Frie. Viele Athleten mussten aber unverrichteter Dinge ohne einen Start wieder nach Hause fahren. Der Trainer zeigte aber auch Verständnis für den Abbruch der Veranstaltung aus Sicherheitsgründen: „Die Disziplinen Hochsprung, Stabhochsprung und Diskus wären bei den rutschigen, nassen Flächen sehr gefährlich geworden.“

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