Befreiungsschlag für Olfen: SuS nimmt TuS Wüllen zwischenzeitliche Führung aus der Hand

hzFußball: Bezirksliga 11

Erleichterung beim SuS Olfen, triste Mienen beim TuS Wüllen – in der Bezirksliga 11 hat Olfen dem TuS die zwischenzeitliche Führung aus der Hand genommen und sich auf Platz elf vorgeschoben.

Olfen

, 16.02.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min


Bezirksliga 11
SuS Olfen - TuS Wüllen 4:2 (1:1)

Olfen setzte bei der Windlotterie im Steversportpark auf die richtigen Parameter und erzielte drei Tore mit dem Wind. „Es ist nicht unverdient. Olfen hat wesentlich besser mit dem Wind gespielt, als wir es in der ersten Halbzeit gemacht haben“, sagte Wüllens Trainer Uwe Stampfer hinterher.

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Zunächst aber hatte Alexander Edel mit seinem zweiten Treffer des Tages die Schwarzweißen in Führung gebracht (57.). Jan Stember im Olfener Tor lief zu zögerlich raus und als Edel dann aus sehr spitzem Winkel das leere Tor traf, war der Jubel bei Uwe Stampfer riesengroß. Mit beiden Fäusten feierte der Trainer den Treffer. Doch zwei Minuten später glich Niklas Mählmann aus. Seinen Linksschuss fälschte Wüllens Mauer noch unglücklich ins lange Eck ab – 2:2.

Mit dem Ausgleich läutete der SuS seine Schlussoffensive ein, in der er wesentlich leidenschaftlicher agierte und mit Windunterstützung Wüllen zeitweise einschnürte, ohne sich aber die ganz großen Chancen rauszuspielen. Stampfer: „Das 2:2 kommt viel zu schnell. Hinten raus haben wir es nicht mehr gebacken gekriegt. Die Fifty-fifty-Zweikämpfe hat Olfen alle gewonnen.“

„Es geht natürlich besser. Es war ein ganz, ganz wichtiger Sieg – am Ende zählt nur der Sieg“, sagte Michael Krajczy, Olfens Trainer. Der zur Pause eingewechselte Niels Kleischmann verlieh Olfens Spiel zusätzliche Stabilität und strahlte Torgefahr aus. Nach etwas mehr als einer Stunde zirkelte Kleischmann den Ball Zentimeter um den rechten Pfosten.

Vier Minuten später lief er zum Eckball, hob beide Arme und spielte den Ball halbhoch, scharf vors Tor. Und er kullerte durch – Kleischmann, der in dieser Saison schon einen Eckball direkt verwandelt hatte, jubelte, doch das Tor geht wohl auf das Konto von Innenverteidiger Sven Schlestein, der dem Ball die entscheidende Richtung gegeben haben will.

Hendrik Vortkamp im Wüllener Tor hielt noch zweimal stark: erst bei einem strittigen indirekten Freistoß nach einem Rückpass. Olfen machte aber viel zu wenig daraus. Vortkamp wehrte Darius Brüggemanns Schuss sicher ab. Dann bei einem Schuss von Mählmann.

Chancenlos war Wüllens Keeper beim 4:2 in der Nachspielzeit von Joker Sebastian Rast – ein Drehschuss ins rechte Eck, bei dem Vortkamp stehen blieb.

In der ersten Halbzeit hatte Christopher Behrendt die erste gute Chance (6.), immer wieder zeichnete sich aber Ersatzmann Stember im SuS-Tor aus. Etwa als wieder Behrendt nach 20 Minuten aus kurzer Distanz an Stember scheiterte. Stefan Gosling hätte nach 37 Minuten nach einem Zusammenprall mit Stember gerne einen Elfmeter gehabt, die Pfeife blieb aber stumm.

Olfens Führung fiel mit dem besten Angriff der ersten Hälfte. Schnell gespielt kam der Ball von Daniel Czempik über Felix Schröder in den Lauf von Kapitän Marvin Böttcher. Tim Tenhumberg war eigentlich schon im Begriff zu klären, ehe Böttcher den Ball mit der Fußspitze ins Tor drückte (16.).

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Brüggemanns Ballverlust ermöglichte nach einer halben Stunde den Konter über Noah Thebelt und Alexander Edel, den Edel schließlich zum Ausgleich vollendete (31.). Olfen erspielte sich in der ersten Halbzeit mehr Torschüsse. Bei Dustin Brüggemanns Versuch kullerte der Ball nur Zentimeter am Pfosten vorbei (40.). Die zweite Hälfte begann dann mit einem Aufreger, als Thebelt Böttcher regelwidrig stoppte, Schiedsrichter Jürgen Meller beließ es bei Gelb – da hatte der Wüllener Glück.

Und als wären die Sorgen im Wüllener Lager nicht schon groß genug, eine weitere bittere Nachricht gab es auch noch: Niklas Möller musste schon nach einer Viertelstunde ausgewechselt werden. Verdacht auf Mittelfußbruch.

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