FC Nordkirchen tut sich trotz Überzahl gegen Union Lüdinghausen schwer

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Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen gewinnt auch das zweite Bezirksliga-Spiel der Saison mit 1:0. Wieder gab es eine frühe Rote Karte. Der FCN ließ aber noch einiges vermissen.

Nordkirchen

, 14.09.2020, 06:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Parallelen zum Auftaktspiel vor einer Woche (1:0 gegen den TuS Eichlinghofen) waren verblüffend. Wieder tat sich der FC Nordkirchen in der Fußball-Bezirksliga schwer, obwohl Derbygegner Union Lüdinghausen sich bereits nach zwei Minuten selbst dezimierte. Am Ende - auch das war eine Parallele - gewannen die Nordkirchener mit 1:0.

Die rekordverdächtig frühe Rote Karte für einen Eichlinghofener Akteur in der Vorwoche ist schon wieder abgelöst. Bereits nach zwei Minuten senste Muhamed Demir den enteilten Nordkirchener Angreifer Daniel Krüger um. Der Schiedsrichter griff sich an die Gesäßtasche. Diskussionen löste diese klare Rote Karte nun wirklich nicht aus. Demir flehte zwar noch, zeigte mit der Hand auf seinen Fuß, doch der Unparteiische hatte keine Wahl - denn Demirs Fuß war wirklich nicht in Ballnähe.

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Doch wie schon gegen Eichlinghofen brachte die Überzahl wenig Sicherheit ins Nordkirchener Spiel. „Das tut uns gar nicht gut, wieso und weshalb weiß ich auch nicht“, sagte Nordkirchens Trainer Mario Plechaty nach dem Spiel, „aber es ist beim Fußballer normal, dass man weniger macht, wenn man denkt, dass man ein Mann mehr ist.“

Und so spielte sich der Favorit aus Nordkirchen auch nur wenige Torchancen in der ersten Hälfte heraus. Lars Rustige schoss aus kurzer Distanz in die Arme von Union-Schlussmann Yannick Barenberg (14.). Joachim Mrowiec verpasste aus spitzem Winkel ebenfalls das 1:0 - wieder wehrte Barenberg ab (31.).

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Die Lücke in der Union-Mannschaft suchte Nordkirchen oftmals vergeblich, entwickelte aber auch kein effektives Gegenpressing, hatte mit vielen Zweikämpfen zu tun. Union Lüdinghausen kämpfte - es war ein ausgeglichenes Spiel vor wie nach dem Seitenwechsel.

Nordkirchens beste Phase gipfelt im Siegtor

Nordkirchen hatte seine beste Phase - das sah hinterher auch Mario Plechaty so - nach der Pause. Der eingewechselte Simon Mors verpasste gegen Barenberg die Führung (50.) und Nils Husken kratzte Florian Frickes Kopfball von der Linie (52.). „Wir waren etwas überrrascht und haben nicht so richtig den Torabschluss gefunden“, sagte Fricke, der einst in Lüdinghausen spielte, nach Spielschluss. Drei Minuten später der Treffer des Tages.

Ufuk Ekincier, der Unterschied-Spieler, wie ihn Plechaty bei der Vorstellung bezeichnete, schickte Marcel Stiepermann, der Barenberg diesmal keine Chance ließ. Doch dann kam wieder nichts mehr von Nordkirchen. Etwas ruhiger war Nordkirchen im Aufbau, aber entschieden war das Spiel nicht.

Lüdinghausen hätte den Punkt vielleicht sogar verdient gehabt. Bröer köpfte Camaras Fallrückzieher von der Linie, zuvor hielt Sandhowe ganz stark gegen Niklas Hüser (71.). Stiepermann hätte dem Spuk noch vor dem Abpfiff ein Ende setzen können, köpfte aber gegen die Latte.

Und so dauerte es bis zum „Derbysieger“-Gesang noch etwas. Nach langer Nachspielzeit wegen des Ausfalls von Nordkirchens Rechtsverteidiger Thomas Eroglu mit einer Fußverletzung war der zweite Saisonsieg dann unter Dach und Fach - kein Derby, an das man sich in zehn Jahren wohl sofort erinnern wird.

FC Nordkirchen: Sandhowe - Rustige, Tüns (46. Siemerling), Fricke, Krüger, Ekincier, Bröer, Mrowiec (46. Mors), Stiepermann, T. Eroglu (88. Manfredi), Humenscheimer (83. N. Plechaty)

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