Felix Schröder ist einer der Olfener Derbyhelden

hzFußball: Bezirksliga 11

Als Olfens Trainer Michael Krajczy seinen Stürmer Felix Schröder in der Schlussphase auswechselte, gab es Extra-Applaus für den 20-Jährigen. Den hatte sich Schröder auch redlich verdient.

Olfen

, 01.09.2019, 21:04 Uhr / Lesedauer: 2 min


Zwei Tore vorbereitet, später das dritte Tor selbst erzielt. „Es war ein richtig geiles Spiel. Die Tore waren schön rausgespielt. Das Team hat klasse gespielt, viel besser als letzte Woche“, sagte der Mann des Tages.

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Beim 1:0 war er Vorlagengeber für Niklas Mählmanns Kopfballtor. Mit viel Tempo brachte er den Freistoß in die Mitte – gefährlich in Richtung langes Eck. Das sind diese Bälle, bei denen der Keeper erst ganz spät reagieren kann, wenn kein Spieler mehr den Ball berührt. Einer berührte ihn jedoch: Torschütze Niklas Mählmann – und der lief gleich zum Vorbereiter.

Kurz vor der Pause waren es dann mustergültige Laufwege und Pässe, die Fabian Konietzni und Schröder da spielten. Das sah alles so leicht aus. Der Moment, in dem Schröder seinem Mitspieler den Pass in den Lauf spielte, war perfekt – 2:0.

Und später, als Julian Wilhelms abgeblockter Schuss direkt vor Schröders Füße rollte, war er es, der nur noch einschieben musste – und sich für seine tolle Leistung belohnte. „In der letzten Saison habe ich oft eine Durststrecke gehabt, jetzt habe ich wieder getroffen. Es war gut, ein Erfolgserlebnis zu haben, wenn man gut spielt und das Tor mal wieder trifft“, sagte er.

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Schröders Werdegang ist interessant. Bis zum 14. Lebensjahr kickte er in der Jugendakademie von Hansa Rostock. Dann zog er nach Olfen um. „Ich habe dann gesagt, dass ich in dem Ort, in dem ich wohne, anfangen möchte, Fußball zu spielen. Und jetzt in der Bezirksliga ist alles klasse“, sagte Schröder.

Über 300 Zuschauer dabei

Bereits in seiner ersten Saison bekam er mit, dass das Derby gegen Union Lüdinghausen etwas ganz Besonderes ist. „Ich habe gehört, dass die Stimmung hier hitzig sei und dass es in der D-Jugend schon Rote Karten gibt“, scherzte Schröder. Das Derbyfieber ist auf ihn übergeschwappt: „Mittlerweile bin ich richtig drin. Die Atmosphäre ist klasse. So viele Zuschauer sind sonst nicht bei uns beim Spiel.“ Rund 300 Zuschauer verfolgten das Bezirksliga-Derby.

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Schröder absolviert einen Freiwilligendienst in einer Inklusionsklasse an der Gesamtschule und plant danach ein Studium auf Grundschullehramt.

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