Fußballkreis wartet auf das Signal aus Kamen

Fußball

Noch viele Fragezeichen gibt es derzeit, was die Zukunft der Saison angeht. Der Fußballkreis Ahaus/Coesfeld will sich derzeit nicht an Spekulationen beteiligen, hat aber einen Stichtag im Blick.

Kreis

von Florian Levenig

, 23.03.2020, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Lösung dafür, wie es für die Fußballer weitergehen könnte, haben der Kreisvorsitzende Willy Westphal und seine Mitstreiter noch nicht parat.

Eine Lösung dafür, wie es für die Fußballer weitergehen könnte, haben der Kreisvorsitzende Willy Westphal und seine Mitstreiter noch nicht parat. © Michael Schley

Natürlich haben sie sich auch im Kreisfußballausschuss (KFA) den Gegebenheiten angepasst. Statt der Zusammenkünfte gab es am Donnerstagabend eine Videokonferenz der Ausschussmitglieder. Und? „Hat technisch einwandfrei geklappt“, erklärt der Vorsitzende des Kreises Ahaus/Coesfeld, Willy Westphal. Erfolgsmeldungen im Fußball? Waren zuletzt ja eher rar gesät.

Gut eine Stunde lang hätten die Beteiligten (im übertragenen Sinne) die Köpfe zusammengesteckt, so der Kreischef – „bis wir an einem Punkt waren, an dem wir nicht weiterkamen“. Sprich: der Auf- und Abstiegsfrage, sollte die Saison nicht regulär zu Ende gebracht werden. Zumal „es keine Alleingänge einzelner Kreise geben wird.“

Konzept soll am 10. April kommen

Daher wolle sich der KFA nicht an den Spekulationen, die in diesen Tagen die Runde machen, beteiligen: „Der Verband hat uns zugesichert, diesbezüglich am 10. April ein tragfähiges Konzept zu präsentieren.“ Bis dahin bleibt der Kreis laut Westphal bei der bisherigen Sprachregelung: „Auch wenn es manchem schwer fällt, daran zu glauben: Wir gehen – noch – davon aus, dass mit dem Ende der Osterferien der Betrieb wieder hochgefahren wird.“

Obschon auf die A-, B-, C- und D-Ligisten ein strammes Programm warte: „Wir haben bereits jetzt 68 witterungsbedingte Ausfälle. Rechnet man die sieben Spieltage hinzu, die durch die Corona-Krise abgesagt wurden, wird es nur noch englische Wochen geben.“ Geplantes Saisonende bei diesem Szenario: Mitte Juni.

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Wobei man die Jugend- und Frauenspiele stets mitdenken müsse: „Ein kleiner Verein mit vielleicht nur einem flutlicht-tauglichen Rasenplatz, aber zwei Senioren- und mehreren Nachwuchsteams wird es schwer haben, das alles in der Woche unter einen Hut zu kriegen.“

Für etwaige Relegationspartien seien weitere zwei Wochen bis zum 28 Juni angesetzt. Im Juniorenbereich gebe es einen zusätzlichen Puffer von sieben Tagen, ohne dass die für den eigentlichen Stichtag (30. Juni) getroffenen Vereinbarungen dadurch tangiert würden.

Im Juli geht nichts mehr

Bei den Erwachsenen indes gehe im Juli nichts mehr, glaubt der Kreisvorsitzende: „Erstens aus praktischen Erwägungen heraus, da wir in NRW dann bereits Sommerferien haben. Aber auch rein rechtlich halte ich das für nicht durchführbar.“

Wenigstens mit einem alljährlich wiederkehrenden Problem – Entscheidungsspiele, die mit Mannschaftsfahrten kollidieren – werde sich der Kreis 2020 kaum rumplagen müssen: „Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen bleiben doch eh fast alle Urlaubsflieger am Boden.“

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