Interimscoach Matthias Potthoff gibt Einblicke in die neue Taktik des SuS Olfen

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Am vergangenen Wochenende überraschte der SuS Olfen mit einer neuen Einstellung. Wild anrennen statt geduldig abwarten, hieß es. Woran das liegt erklärt Krajczy-Vertreter Matthias Potthoff.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 25.10.2019, 14:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Olfen-Trainer Michael Krajczy warf am vergangenen Wochenende gegen Vreden sein gesamtes taktisches Konzept der ersten Spieltage über den Haufen. Seine Mannschaft spielte groß auf und schlug die Westfalenligareserve mit 4:2. Da Krajczy nun im Urlaub ist, muss der verletzte Matthias Potthoff diese Taktik weiterführen. Wie das funktionieren soll, erklärte er im Interview mit RN-Mitarbeiter Nico Ebmeier.

Matthias Potthoff, wilder Aufsteiger statt abwartender Underdog, wie kam es zu dieser Umstellung?

Unser Trainer hat einfach gemerkt, dass es uns vielleicht etwas mehr liegt, vernünftig offensiv mitzuspielen, als die ganze Zeit abzuwarten. Und ich denke, wir haben auch gezeigt, dass es uns sehr gut gefallen hat, so aufzutreten.

Zyla und Schlestein raus, dafür Klask und Karwot rein. Bahnt sich da ein Aufbäumen der eigentlichen zweiten Garde an?

Das würde ich nicht sagen. Gordon Zyla war in der Woche beruflich bedingt nicht beim Training, in dieser Woche wird er natürlich wieder spielen. Zwischen Sven Schlestein, Michael Karwot und mir herrscht in der Innenverteidigung einfach ein Dreikampf. Da bekommt jeder seine Chance. In dieser Woche bin ich verletzt und dann dürfen die anderen beiden ran.

Michael Karwot kam rein und hat direkt folgenschwer zum zwischenzeitlichen 1:1 gepatzt. Mussten Sie da nochmal genauer mit ihm sprechen?

So schlimm ist es nicht. (lacht) Michael ist zu sich selbst am kritischsten und dazu ein routinierter Spieler. Da muss man ihn nicht nochmal genauer ansprechen. Auch Bundesliga-Spielern passieren solche Fehler immer wieder.

Nun geht es gegen den SC Reken. Was erwarten Sie von dieser Partie?

Reken ist eine sehr starke Truppe mit vielen gestandenen Spielern. Ich weiß sogar, dass es welche mit Regionalliga-Erfahrung gibt. Allerdings glaube ich, dass wir eigentlich jeden Gegner schlagen können, wenn wir die Leistung aus der letzten Woche wiederholen.

Bei einem Sieg würde Platz sechs winken. Muss da die Zielsetzung nicht vielleicht überdacht werden?

Dafür sind unsere Leistungen zu inkonstant. Klar machen wir richtig gute Spiele, aber die sind bisher noch zu selten. Das Ziel bleibt weiter der Klassenerhalt. Je früher wir das erreichen, desto besser.

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