Lukas Scholten: „Es wäre schön, den Aufstieg wieder zu schaffen“

hzSuS Olfen Handball

Mit neuem Trainer läuft bei den Handballern des SuS Olfen nach dem Abstieg alles nach Plan. Rückraumspieler Lukas Scholten (22) erzählt im Interview über Veränderungen in der Mannschaft.

von Leonie Freynhofer

Olfen

, 08.11.2019, 06:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Handballer Lukas Scholten ist der Saisoneinstieg mit dem SuS Olfen nach dem traurigen Ausgang in der Kreisliga im Sommer mehr als geglückt. Der 22-Jährige, der im Rückraum auf der linken Position spielt, steht mit der Mannschaft mit zehn Punkten und neuem Trainer an der Tabellenspitze. Im Interview spricht er über Aufstiegsgedanken, seine Funktion als Kapitän und über seinen Vater.

Herr Scholten, erst im Sommer mussten Sie mit dem SuS Olfen in die 1. Kreisklasse. Denken Sie nach einem so guten Saisonstart schon an den Aufstieg?

Es wäre auf jeden Fall schön, den Aufstieg wieder zu schaffen. Aber zur Zeit wollen wir Punkte sammeln, da ist der Aufstiegsgedanke noch nicht so präsent. Wir denken von Spiel zu Spiel. Gegen die Mannschaften oben in der Tabelle haben wir schon gespielt und bis jetzt ist das da vorne ziemlich eng.

Seit dieser Saison hat der SuS Olfen einen neuen Trainer. Wie schlägt sich Daniel Schnellhardt bis jetzt?

Das Training macht wirklich Spaß mit ihm. Nach dem Abstieg gab es bei uns ein paar Turbulenzen und Daniel Schnellhardt hat es geschafft, die Mannschaft wieder mehr zusammenzurücken. Er ist der Trainer mit der höchsten Lizenz, den wir bisher hatte.


Bringt er auch Veränderungen mit sich?

Er hat einfach andere Ideen beim Training. Das fängt schon während des Aufwärmens an, wo Daniel Schnellhardt mit uns verschiedenste Sachen ausprobiert. Und auch im Spiel bringt er andere Konzepte als unser alter Trainer mit rein.

Ihr Vater spielt auch in der Mannschaft. Ist das ein komisches Gefühl?

Ich bin ja auch der Kapitän der Mannschaft und muss deswegen ab und an gegen meinen Vater stoßen. Aber das ist nach dem Spiel sofort wieder vergessen. Da sind wir uns dann nicht böse. Handball ist Handball und Familie ist Familie. Und auf dem Spielfeld ist mein Vater wie ein normaler Spieler, da mach ich keinen Unterschied.

Als Kapitän müssen Sie sich also auch gegen andere Spieler stellen, oder?

Ich bin einer der jüngeren Spieler, manchmal ist es auch für mich schwierig, wenn ich den älteren Hasen sagen muss, wo es langgeht.

Im Spiel gegen den HSV Herbede 2 haben Sie selbst nur ein Tor erzielt für das Team. Sonst landen bei Ihnen doch mehr Bälle im Tor.

Das war kein guter Tag, ich habe mich ziemlich schnell erhitzen lassen. Der Trainer hat dann genau richtig entschieden und mich vom Platz genommen. Das ist zwar ein doofes Gefühl, aber die Jungs haben danach richtig guten Handball gespielt und mit zehn Toren Unterschied gewonnen. Ich durfte dann nochmal auf den Platz, wo ich zeigen konnte, dass ich Bock habe, zu spielen.

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