Lukas Scholten: „In der Kreisklasse haben wir einfach nichts zu suchen“

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Handballer Lukas Scholten gibt Trainer Daniel Schnellhardt einen großen Anteil am Aufstieg des SuS Olfen in die Kreisliga. In Olfen fühlt sich Lukas Scholten auch wohl.

Olfen

, 16.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Handballer des SuS Olfen haben den Wiederaufstieg in die Kreisliga gepackt. Durch die Corona-Situation wurde die Saison vorzeitig für beendet erklärt. Olfen als Spitzenreiter stieg dadurch direkt auf. Kapitän und Rückraumspieler Lukas Scholten (23) sprach im Interview mit unserer Redaktion über die Bekanntgabe des Aufstiegs und das Erfolgsrezept der Mannschaft. Zudem blickt er auf die nächste Saison, in der er den SuS Olfen gut aufgestellt sieht.

Durch die Corona-Situation wurde die Saison vorzeitig beendet. Ihre Mannschaft stand zu dem Zeitpunkt mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz eins. Hätten Sie den Aufstieg auch rein sportlich geschafft?

Auf jeden Fall. Wir hätten zwar noch den einen oder anderen Brocken vor uns gehabt. Aber wir haben alle fest an uns geglaubt. Ich bin mir sicher, dass wir diese Spiele auch für uns bestritten hätten.

Wer war letztendlich der ärgste Verfolger im Kampf um die Meisterschaft?

Definitiv Herne. Dieses Team war die ganze Zeit dicht an uns dran. Vor zwei, drei Jahren hatte das Team auch in der Bezirksliga gespielt. Dann löste es sich aber auf und musste den Neustart antreten.

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Welche Mannschaften werden Sie in der Kreisliga künftig wiedersehen?

Insgesamt sind neben uns noch drei weitere Mannschaften aufgestiegen. Das sind Herne als Direktaufsteiger sowie Bochum und Sprockhövel, die beide eine Wildcard gezogen haben.

Wie haben Sie vom Aufstieg erfahren?

Irgendwie war das eine ganz komische Situation. Uns allen war bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Saison offiziell für beendet erklärt werden würde. Irgendwie haben wir das alle ja schon gewusst, dass es so kommen wird. Dann wurde es offiziell und wir haben es über unseren Trainer Daniel Schnellhardt erfahren und natürlich auch im Internet gelesen.

Und wie waren die Reaktionen?

Natürlich haben wir uns alle gefreut. Wir haben richtig Bock eine Klasse höher zu spielen. In der Kreisklasse haben wir einfach nichts zu suchen. Wir wollen in der Kreisliga vieles jetzt besser machen.

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Wo lag letztendlich der Schlüssel zum Erfolg?

Grundsätzlich an unserem Trainer Daniel, der sehr viel mehr Struktur und Konzeptionen mitreingebracht hat. Wir sind durch seine Spielweise viel variabler geworden und nicht mehr so leicht auszurechnen. Viele Spielzüge haben uns in knappen Situationen auf gut Deutsch gesagt den Arsch gerettet. Daniel war da sicher ein wichtiger Punkt. Aber auch generell die Mannschaft, die eine ganz andere Einstellung an den Tag gelegt hat. Wir hatten alle richtig Bock wieder aufzusteigen. Das hat man dann auch in den Spielen gemerkt.

Wenn Sie voraus blicken: Wie stark schätzen Sie künftig die Kreisliga ein und welche Rolle spielt dabei der SuS Olfen?

Ich denke, dass die Kreisliga demnächst durch die Massenaufstiege und Nichtabsteiger schwächer geworden ist. Ich habe auf jeden Fall richtig Bock unter den ersten fünf Teams zu kommen. Möglich ist das auf jeden Fall.

Wen sehen Sie als Favoriten?

Ich glaube, dass Waltrop eine ganz gute Nummer ist. Waltrop hat sich gut verstärkt. Aber wir wollen nicht zu sehr auf andere schauen, sondern auf uns. Wir wollen zeigen, dass wir in der Kreisliga gut mitspielen können.

Sie spielen seit 16 Jahren bereits beim SuS Olfen und seit einigen Jahren nun bei den Senioren. Was genau macht dieser Verein aus?

Der SuS Olfen steht als Verein an erster Stelle bei mir. Man weiß, auf wen man sich verlassen kann. Hier ist es prinzipiell so: Entweder bleibt man sein Leben lang in dem Verein oder man wechselt und kommt noch einmal groß raus, spielt in der Bundesliga oder Jugendbundesliga. Und meine Mannschaft ist charakterlich einwandfrei. Unsere Stärke ist auch ganz klar der Zusammenhalt.

Wird es eigentlich noch eine nachträgliche Meister- und Aufstiegsfeier geben?

Das hoffe ich doch. Wir haben einiges zu feiern und müssen ja auch noch unsere Abgänge Marcel Oberhag, Justin Knebel und Benedikt Höning sowie Daniel Schnellhardt verabschieden.

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