Marvin Böttcher trifft für den SuS Olfen mit der Schulter zum dritten Sieg

hzFußball: Bezirksliga

Marvin Böttcher klatschte nach seinem „Kopf-Schulter-Tor“ in die Hände. Das etwas kuriose Tor blieb das einzige im Spiel SuS Olfen gegen den SV Lippramsdorf. Es markiert den dritten Sieg.

Olfen

, 22.09.2019, 20:11 Uhr / Lesedauer: 2 min


Bezirksliga 11
SV Lippramsdorf - SuS Olfen 0:1 (0:0)

„Das war astrein rausgespielt, super Spielzug“, befand Olfens Trainer Michael Krajczy nach Abpfiff – es wird wohl eines der schönsten Olfener Tore in dieser Saison gewesen sein. Am Ende eines Angriffs über die linke Seite beförderte Kapitän Marvin Böttcher die Flanke von Fabian Konietzni in den Winkel. Böttcher sagte später, dass die Schulter auch im Spiel war und bezeichnete den Treffer als „Kacktor“. „Kopf, Schulter, Nacken – da war alles mit drin“, sagte Böttcher grinsend.

Ansonsten war der Stürmer nach Spielschluss schon wieder sehr analytisch. „Uns fehlt momentan die Lockerheit im Sturm. Man hat´s ja wieder gesehen: Bis zum Sechszehner gut rausgespielt, dann fehlt uns die letzte Konsequenz“, sagte Böttcher. Er hatte recht. Hätte der SuS eine der vielen Konterchancen genutzt, wäre es zum Ende hin nicht noch einmal brenzlig geworden, als Lippramsdorfs Tim Kalwey eine Riesenchance vergab. Über den Ausgleich in letzter Minute hätte sich Olfen daher nicht beschweren dürfen.

„Das ist ja normal. Du spielst hier nicht gegen irgendwen, sondern gegen Lippramsdorf. Die haben die letzten beiden Spiele gewonnen und wir verloren. Hier fährst du nicht mal eben hin und gewinnst. Und wenn hohe Bälle in den Strafraum reinfliegen, passiert immer mal was“, sagte Krajczy.

In die Karten spielte Olfen ein Platzverweis gegen Lippramsdorfs Nico Wessels. Dieser war bei seiner Einwechslung in der 73. Spielminute verfrüht aufs Feld gelaufen und sah dafür gleich mal eine Verwarnung. Zehn Minuten später traf er Gordon Zyla. Doch Olfen machte aus der Überzahl zu wenig, ließ sich zu oft hinten reindrängen. „Wenn du den Platz hast, musst du auch auf das zweite Tor gehen“, so Krajczy.

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Auch zuvor waren Chancen da, den Sack zuzumachen. Zweimal Innenverteidiger Sven Schlestein nach Eckbällen (66., 75.), Lars Meier mit zwei Schussversuchen (84., 88.) – und auch Böttcher selbst wurde geblockt (65.). „Wenn du nur 1:0 führst, ist es kein glückliches Ergebnis. Die werfen dann natürlich alles noch mal nach vorn“, sagte der Siegtorschütze.

Doch am Ende klatschten sich die Olfener selbst auf die Schulter. Und das durften sie nach der ordentlichen Leistung auch, was die Tabelle derzeit mit Platz neun belohnt. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir sind gut aufgetreten von der ersten Minute an. Zufriedenstellend war die Art und Weise, weil wir die Mannschaft waren, die das Spiel gemacht hat“, sagte Krajczy, der nach Spielschluss die Fäuste ballte – man merkte: Dieser Sieg gegen einen direkten Konkurrenten war extrem wichtig.

Olfen hatte lange keine richtige Torchance zugelassen. In Halbzeit eins kontrollierte Olfen die Partie. Die Platzherren kamen kaum zur Entfaltung und hatten Schwierigkeit, mit Ballbesitz etwas anzufangen. Aber auch Olfen tat sich beim Herausspielen der Großchancen schwer. Und so waren die Versuche von Felix Schröder mit dem rechten Fuß (10.) und Darius Brüggemann per Kopf (20.) lange die einzigen Chancen für Olfen. Das Spiel pendelte meistens ohne echte Highlights zwischen den Strafräumen hin und her.

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