Olfen-Trainer Michael Huth (55) zuversichtlich: „Dann werfen wir wieder 30 Tore“

hzHandball: 1. Kreisklasse

Die Handballer des SuS Olfen sind auf dem Weg zurück in die Kreisliga. Gegen den DSC Wanne-Eickel wird einmal mehr die Offensivpower gefordert sein.

Olfen

, 28.11.2019, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Projekt „Wiederaufstieg“ läuft auf Hochtouren. Die Handballer des SuS Olfen wollen nach dem bitteren Abstieg aus der vergangenen Saison nach Möglichkeit auf dem schnellsten Weg zurück in die Kreisliga. Bislang sieht es gut aus: Nach acht Spielen thronen die Olfener auf dem ersten Platz, haben nur eine Niederlage bei sieben Siegen zu verzeichnen.

An diesem Sonntag wartet mit dem DSC Wanne-Eickel die nächste Hürde. Wie hoch diese sein wird, weiß Co-Trainer Michael Huth noch nicht ganz: „Gut einschätzen kann ich den Gegner nicht.“ Der DSC ist mit 11:3 Punkten gestartet und will seinerseits die Chance nutzen, die Distanz zur Tabellenspitze zu minimieren.

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„Wanne-Eickel ist kein Fallobst in der Liga“, weiß Huth zumindest und wirft einen Blick auf die Zahlen: „Sie kriegen relativ wenig Gegentore.“ In der Tat: Im Schnitt landen nur zwanzig Bälle im DSC-Tor. Huth ist trotzdem davon überzeugt, dass seine Mannschaft gewinnen wird: „Wenn die Jungs das vernünftig auf die Kette kriegen, dann werfen wir wieder 30 Tore.“

Überhaupt ist der Angriff das Prunkstück der Olfener Handballer. „Wir spielen sehr strukturiert in der Offensive“, findet Huth und wird in seiner Aussage von der Statistik unterstützt: Durchschnittlich 32 Treffer erzielen Lukas Scholten und Co in jeder Partie.

„Im Dezember trennt sich die Spreu vom Weizen“

Auf dem Weg zurück in die Kreisliga scheint Westfalia Hernes zweite Mannschaft der ärgste Konkurrent zu werden. „Auch wenn wir das direkte Duell klar gewonnen haben, ist Herne der größte Rivale“, gibt Huth zu Protokoll. Bis zur Winterpause bestreitet Olfen noch drei Begegnungen. Eine kleine Vorentscheidung könnte dann bereits gefallen sein, ahnt Huth: „Ich glaube schon, dass sich im Dezember die Spreu vom Weizen trennt. Wir müssen zusehen, dass wir unsere Spielweise konsequent beibehalten.“

Eines fehlt dem Mann an der Seitenlinie bisweilen: „Unter Druck suchen wir manchmal zu schnell den Abschluss. Da müssen wir noch ruhiger werden, auch mal einen Gang rausnehmen und den Angriff neu aufbauen anstatt den Wurf auf Biegen und Brechen zu setzen.“

Personell war es zuletzt ausgerechnet auf der Torwart-Position heikel geworden. Im Pokalspiel gegen den VfL Bochum II fielen alle sieben Schlussmänner im Kader der ersten und zweiten Mannschaft aus, sodass der 55-jährige Huth persönlich zu einem nicht für möglich gehaltenen Comeback kam: „Das ist zwar schön gewesen, aber das wird auch eine einmalige Sache gewesen sein.“ Gegen Wanne-Eickel sind die Stammkräfte Nicolas Bölken und Henrik Billermann wieder im Einsatz. Ansonsten ist die Trainingsbeteiligung aufgrund kleinerer Verletzungen oder Krankheiten momentan nicht ganz so hoch wie gewünscht. Gegen Wanne-Eickel soll der nächste Schritt in Richtung Kreisliga trotzdem gelingen.

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