Halbes Dutzend vollgemacht: SuS Olfen geht gegen Vorwärts Epe unter

hzFußball: Bezirksliga

Michael Krajczy, Trainer des SuS Olfen, klang am Telefon ungewohnt niedergeschlagen. In seiner Stimme war die Enttäuschung über die 1:6-Niederlage bei Vorwärts Epe deutlich rauszuhören.

Olfen

, 10.11.2019, 19:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bezirksliga 11
Vorwärts Epe - SuS Olfen 6:1 (3:1)

Leise und lustlos - vielleicht spricht und klingt ein Fußballtrainer einfach so, wenn man der Presse erklären muss, wie es zur schon achten Saisonniederlage gekommen ist, warum sein Team nun schon drei Mal hintereinander verloren hat und wo die vielen Gegentore eigentlich herkommen.

Auf vieles hatte Krajczy am Sonntag, gut eine Stunde nach Abpfiff, noch keine Erklärungen. Die Abstiegsplätze sind in den vergangenen Wochen wieder bedrohlich nahe gekommen. Zwei Punkte Vorsprung hat der Tabellenzehnte jetzt nur noch auf den SV Gescher auf Rang 15. Drei Teams, die Abstiegsplätze derzeit bekleiden, haben am Wochenende gepunktet. Der Trend spricht nicht gerade für den SuS Olfen, der so viele Niederlagen nicht mehr gewohnt war. In der Rückrunde der Vorsaison hatte Olfen nicht mehr verloren. Am Ende stand der Aufstieg.

Man hat etwas den Eindruck, dass diese Euphorie mittlerweile verflogen ist. Der SuS ist im Abstiegskampf angekommen, obwohl er immer noch vier Teams als Puffer zwischen sich und den Abstiegsplätzen hat. Doch der ist schnell aufgebraucht.

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In Epe, wo der SuS vor zweieinhalb Jahren aus der Bezirksliga abgestiegen war, verwandelte Darius Brüggemann schon nach 17 Minuten einen Handelfmeter zur Olfener Führung. Die hatte allerdings nur sechs Minuten Bestand. Weitere sechs Minuten später hatte sie sich in einen Rückstand verwandelt. Zur Pause stand es 1:3 aus Olfener Sicht.

Krajczys Plan war nicht wirklich aufgegangen. „Wir hatten versucht, hinten dicht zu machen“, sagte Krajczy, der auch noch viele Ausfälle zu verkraften hatte. Torschütze Brüggemann ging angeschlagen zu Pause raus, es kam ein anderer angeschlagener Akteur: Kapitän Marvin Böttcher, der zwei Tage in der Woche krank gefehlt hatte. Vorne fehlte auch Sebastian Rast kurzfristig. Der Youngster hatte in den letzten drei Partien getroffen. Darüber hinaus war Niklas Mählmann nicht ganz fit, Fabian Konietzni erst gar nicht dabei.

Als Olfen dann in Halbzeit zwei deutlich offensiver kickte, stellte Krajczy fest: „Wir haben gelebt.“ Im Gespräch am Abend wiederholte er den Satz ein halbes Dutzend Male. Nur fing Olfen sich auch da Gegentore ein, die mehr als überflüssig waren. Für Krajczy stand am Ende nur fest, dass die Niederlage drei Tore zu hoch ausgefallen ist. „Wenn wir in der zweiten Halbzeit den Anschluss machen, geht noch einmal etwas“, sagte Krajczy.

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