SuS Olfen wird durchgereicht: Volleyballerinnen rutschen nach Niederlage ab

hzVolleyball: Landesliga

Nach der dritten Saisonniederlage rutschen die Volleyballerinnen des SuS Olfen in der Tabelle der Landesliga 6 auf Platz drei ab. Der Traum vom Aufstieg rückt in die Ferne.

Olfen

, 19.01.2020, 19:01 Uhr / Lesedauer: 2 min


Schon wieder verloren. Eine Woche nach dem Verlust der Tabellenführung an den Lüner SV hat es die Landesliga-Volleyballerinnen des SuS Olfen ein drittes Mal in dieser Saison erwischt. In der Heimhalle am Phoenix-Gymnasium Dortmund-Hörde, dort, wo Olfen im November auch die erste Saisonniederlage kassiert hatte, verlor der SuS mit 1:3 gegen die dritte Mannschaft des Gastgebers TV Hörde.

Damen, Landesliga 6
TV Hörde - SuS Olfen 3:1 (25:16, 12:25, 27:25, 25:14)

Von einer Krise zu sprechen, ist angesichts der immer noch guten Tabellenlage übertrieben. Aber in einem Ergebnistal sind Olfens Volleyballerinnen nach den jüngsten Spielen definitiv. Drei Niederlagen in den letzten vier Spielen – damit hat Olfen nicht nur den zwischenzeitlich komfortablen Vorsprung auf den LSV verspielt, sondern auch den Relegationsrang zwei um den Aufstieg. Den hat der TV Jahn am Samstag mit einem 3:1-Sieg über Kellerkind TV Gerthe erobert.

Zur Spitze sind es jetzt sogar vier Punkte Rückstand für den SuS Olfen, für den es vor nicht ganz zwei Monaten noch ganz nach Aufstieg aussah. Die Niederlage beim Tabellendrittletzten aus Hörde, der bis dahin erst zwei Siege aus acht Spielen eingefahren hatte, war nicht eingeplant. Viele Olfenerinnen hatten noch nicht mal an die Möglichkeit gedacht.

„Wir haben eine kleine Pechsträhne. Ich hoffe, das geht bald vorbei“, sagte Trainer Dietmar Köhler, der sich am Tag danach in Galgenhumor flüchtete: „Da oben war es langweilig geworden. Wir wollten die Liga mal wieder etwas spannend machen.“ Dann wurde er ernst: „Nein, geplant war das ganz sicher nicht.“

Gleich im ersten Satz setzten die Hörderinnen mit 25:16 ein dickes Ausrufezeichen, das der SuS im zweiten Satz aber mindestens genau so dick konterte.

Und wer weiß, wie es ausgegangen wäre, hätte Olfen den dritten Satz nicht in der Verlängerung mit 25:27 abgegeben... „Wir hatten sogar Satzball“, sagte Dietmar Köhler. Doch die Wende blieb aus.

Olfen merkte man Köhler zufolge die Ausfälle von Lisa Czempik und Laura van Dunderen an. „Damit fehlten uns die etatmäßigen Außen. Uns fehlen die Alternativen. Wir können sie nicht kompensieren“, sagte Köhler und fügte hinzu: „Wir spielen schon länger mit dem letzten Aufgebot.“ Die passenden Antworten zu geben, war Olfen zuletzt nicht in der Lage.

Der vierte Satz war sogar noch schlechter als der erste, in dem Olfen quasi überrannt wurde. „Wir müssen jetzt gucken, dass wir aus dieser kleinen Krise rauskommen“, so Köhler. Viel Zeit hat der SuS nicht. Sonntag spielt Olfen in Herten gegen den Tabellenzweiten. Dann könnte sich Olfen binnen drei Wochen aus dem Titelrennen verabschieden. Verliert Olfen gegen den seit fünf Spielen ungeschlagenen TV Jahn Dortmund, ist nicht nur die Spitze außer Reichweite, auch Platz zwei kann Olfen sich abschminken.

SuS Olfen: Lütkenhaus, Jäger, Köhler, Prott, Maikötter, Zuske, Schlieker-Steens, Zieren

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