Ulm bleibt für die Werferriege des SuS Olfen ein undankbares Pflaster

Leichtathletik: U20-DM

Der Hammerwurfring im Donaustadion in Ulm und die Werferriege des SuS Olfen – eine Kombination, die nicht funktionieren will. Bei der U20-DM haben die Olfener die Finals deutlich verpasst.

Olfen

, 28.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Ulm bleibt für die Werferriege des SuS Olfen ein undankbares Pflaster

Rik Amann warf den Hammer 45 Meter weit – nicht so weit, wie er kann. In Ulm lief der Saisonhöhepunkt wie vor zwei Jahren nicht nach dem Geschmack der Olfener Werfer. © Wolfgang Birkenstock


Olfens Hammerwerfer haben bei den Deutschen U20-Meisterschaften in Ulm die Endkämpfe der besten Acht verpasst. Für Rik Amann und Sherin Köller war nach drei Versuchen der Wettkampf schon vorbei.

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Bei Rik Amann, der als Jungjahrgang der U20 am Start war, lief es da noch halbwegs akzeptabel. 45,26 Meter sind weder ein Totalausfall noch waren sie der ganz große Wurf. An seine Meldeweite von 50,92 Metern kam er in diesem Jahr nicht heran.

„Zum Wettkampf kann ich nur sagen, dass die Weiten nicht das zeigen, was ich werfen kann, und die Würfe in Ulm auch alle technisch nicht gut waren. Aber ich habe wertvolle Erfahrungen mitgenommen, die mir nächstes Jahr helfen können“, sagte Amann. Er habe sich bewusst kein Ziel gesetzt. Kurz vor den Deutschen Meisterschaften hätten Trainer Franz-Josef Sträter und er zudem noch die Technik umgestellt.

Falsche Hoffnungen

Vor zwei Jahren hatte Amann den Wettkampf ohne gültigen Versuch abgeschlossen. „Dieses Trauma gilt es dieses Jahr zu überwinden“, hatte SuS-Leichtathletik-Chef Bernhard Bußmann im Vorfeld gesagt.

Amann ist das wenigstens zum Teil gelungen. Die 45,26 Meter resultierten aus dem ersten Versuch – eine ordentliche Weite, auf die sich aufbauen ließ und die den Olfener kurzzeitig sogar auf das Finale hoffen ließ. Doch dann produzierte er einen ungültigen Versuch und verabschiedete sich mit 44,33 Metern aus dem Wettkampf als 13. von 14 Teilnehmern, nachdem mehrere Konkurrenten in der Ergebnisliste an dem Olfener vorbeigezogen waren.

Als Sherin Köller (U20) dann zwei Stunden später den Betonring, den ein schwarzes Fangnetz umgibt, betreten wollte, musste der Wettkampf wegen eines Gewitters für 90 Minuten unterbrochen werden.

Drei ungültige Versuche

Nachdem der erste und zweite Versuch bereits ungültig waren, stieg der Druck bei der 18-Jährigen. Auch beim dritten Versuch klappte nichts und ohne Ergebnis mit dem Zusatz „ohne gültigen Versuch“ konnte sie die Heimreise antreten – das Ulm-Trauma von vor zwei Jahren war wieder präsent.

Wie damals schied sie mit drei ungültigen Versuchen aus, hätte aber auch Bestweite werfen müssen, um in dem 19 Werferinnen großen Starterfeld noch in das Finale einzuziehen. Trainer Franz-Josef Sträter rätselte, warum es nicht lief. „Im Training waren beide gut drauf, die Vorbereitungen liefen ordentlich, doch irgendwie war heute der Wurm drin“, sagte Sträter enttäuscht.

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