Warum Sebastian Kramzik fast das Siegtor für Westfalia Vinnum geschossen hätte

Fußball-Kreisliga

Ein Treffer in der Schlussminute wird nicht anerkannt. Vinnum spielt so nur 1:1.

18.08.2019, 21:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum Sebastian Kramzik fast das Siegtor für Westfalia Vinnum geschossen hätte

David Olschewski hätte Vinnum mit 1:0 in Führung schießen können, wenn das Anspiel besser gewesen wäre. © Jura Weitzel

Aus Bork war Sebastian Kramzik im Sommer in die zweite Mannschaft von Westfalia Vinnum gewechselt. Der Torjäger vom Dienst wollte kürzertreten nach den zahlreichen Verletzungen und in der zweiten Mannschaft spielen. Doch am Sonntag gab er sein Comeback in der Fußball-Kreisliga A – und hätte in der Schlussminute fast für ein Happy End bei seinem neuen Klub gesorgt.

Kreisliga A2 Recklinghausen

Westfalia Vinnum –

SV Hochlar

1:1 (0:0)

Der Ball zappelte schon im Netz, Sebastian Kramzik wollte zum Jubeln abdrehen. Pustekuchen! Der Schiedsrichter pfiff und gab den Treffer nicht. Zuvor war der Ball Yusuf Demir an die Hand gesprungen. „Ich hätte mich sehr gefreut für Krabbe. Das war sehr schade. Es war eine Tatsachenentscheidung. Das müssen wir so hinnehmen“, sagte Patrick Roser, der an der Linie den im Urlaub befindlichen Trainer Michael Nachtigall vertrat.

Spielen konnte Roser ohnehin nicht nach einer immer noch nicht näher diagnostizierten Knieverletzung. Stattdessen hütete die Nummer zwei, Fabian Südfeld, das Vinnums Tor – und dieser bekam von seinem „Chef“ erst einmal ein ganz dickes Lob verschrieben. „Für einen 18-Jährigen, der eigentlich noch A-Jugend spielen könnte und einfach so reingeworfen wird, hat er es sehr gut gemacht“, sagte Roser über seinen Vertreter zwischen den Pfosten. Südfeld habe bereits viel Ruhe ausgestrahlt.

Hälfte eins blieb torlos, weil Vinnum im 4-1-4-1 Roser zufolge zu viele Torchancen vergab – die beste davon hätte David Olschewski haben können, hätte Helmut Stolzenhoff ihm den Ball in den Lauf statt in den Rücken gespielt.

Buccini trifft zum 1:0

Und Vinnum war nach Pokal-Aus und Liga-Fehlstart gegen Erkenschwick auch schon auf die Siegerstraße eingebogen, als Giuliano Buccini sechs Minuten nach der Pause das 1:0 für seine neuen Farben erzielte. Verdient, wie Roser anmerkte. Nicht unverdient sei dann aber auch der späte Ausgleich (85.) gefallen. Für eine Wende reichte es aber nicht mehr, obwohl Roser Kramzik 20 Minuten vor Schluss brachte. Nötig geworden war die Maßnahme, Spieler aus der Reserve hochzuziehen, weil die erste Mannschaft bereits zahlreiche Ausfälle hatte. Es soll aber ein einmaliger Aushilfsdienst gewesen sein, betonte Roser.

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