In der Fußball-Kreisliga A steckt Westfalia Vinnum auf dem Relegationsplatz mitten im Abstiegskampf. Das erste Zeichen will die Westfalia am Sonntag setzen, erklärt Trainer Michael Nachtigall.

Vinnum

, 06.02.2020, 16:50 Uhr / Lesedauer: 3 min

Westfalia Vinnum steckt in der Fußball-Kreisliga A2 im Abstiegskampf. An diesem Sonntag (14.30 Uhr, Rasenplatz Eintracht Stadion, Bochumer Straße, Recklinghausen) ist der Tabellen-14. bei Spitzenreiter Genclikspor Recklinghausen gefordert. Vor der Partie haben wir mit Westfalia-Trainer Michael Nachtigall gesprochen - über die vier Neuzugänge, die Vorbereitung und warum ein Rückrundenstart gegen ein Top-Team auch Vorteile mit sich bringt.

Michael Nachtigall, am Sonntag steht gegen Tabellenführer Genclikspor das erste Pflichtspiel des Jahres an. Mit welchem Ziel fahren Sie nach Recklinghausen?

Ganz klar - wir wollen punkten. Ich habe der Mannschaft auch gesagt: Jetzt fängt‘s wieder an, darauf sollten wir uns freuen. Wir haben viel trainiert und an den Schwachstellen aus der ersten Halbserie gearbeitet. Jeder sollte sich freuen, gegen den Tabellenführer anzufangen. Da gibt es nichts zu verlieren. Wir wollen unsere Tugenden in die Waagschale werfen, und wenn jeder alles gibt, was er sollte, schauen wir mal, was wir da mitnehmen können.

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Was spricht vor diesem Aufeinandertreffen für Ihre Mannschaft?

Wir können da relativ befreit hinfahren und umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Der Druck liegt eindeutig bei denen und nicht bei uns. Wenn wir auf Rasen spielen, und der ist tief mit dem ganzen Regen im Moment, dann kommt uns das entgegen, wir wollen kämpfen. Oder auch wenn wir auf Asche spielen, da kannst du nicht so das technisch anspruchsvolle Spiel aufziehen, das Genclikspor hat.

Sehen Sie Ihre Mannschaft gut vorbereitet auf den Abstiegskampf in der Rückrunde?

Es ist immer alles relativ. Natürlich will man als Trainer immer, dass alle Spieler da sind und alle Einheiten mitmachen, aber wir sind auch in der Kreisliga A. Natürlich hat man viele Ausfälle, wir haben auch verletzungsbedingt noch zwei, drei Ausfälle zu beklagen. Mehr geht immer, aber ich bin nicht unzufrieden. Unterm Strich freuen wir uns darauf, dass es wieder losgeht. Wir haben uns einiges vorgenommen und müssen jetzt natürlich positive Ergebnisse liefern, am besten schon am Sonntag.

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Woran haben Sie in der Vorbereitung gearbeitet?

Wir haben an der Aggressivität gearbeitet, dass wir den ballführenden Gegner mehr unter Druck setzen, dass wir doppeln. Aber auch in der Offensive, dass wir Spielzüge einstudieren, um zu Torchancen zu kommen. Und, dass wir die Abstände zwischen den einzelnen Ketten nicht zu groß werden lassen. Es war oft das Problem, dass wir die Viererkette hinten hatten, vorne die Stürmer, und dazwischen waren 30, 40 Meter, da haben wir natürlich dran gearbeitet.

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In der Winterpause sind vier neue Spieler zum Team gestoßen. Wie haben sich die Neuen eingefunden?

Sehr gut. Dennis Apitzsch, den Torwart, habe ich auch schon in Meckinghoven betreuen dürfen. Das ist ein sehr guter Fußballer, der im Testspiel gegen Oberwiese am letzten Sonntag (3:2-Sieg für Vinnum, Anm. d. Red.) auch als Feldspieler seine Sache sehr gut gemacht hat und auch ganz klar gesagt hat: ‚Da helfe ich der Mannschaft, kein Problem.‘ Von der Einstellung her ist das natürlich sehr gut. Juri Lebsack, der nach seiner Auszeit ja wieder zurückgekehrt ist, verstärkt die Mannschaft alleine durch seine Kampf- und Lauffähigkeit. Er war lange verletzt und hat Dienstag (beim 1:3 im Test gegen den FC Nordkirchen II, Anm. d. Red.) das erste Mal wieder über 90 Minuten gespielt, mit ihm war ich sehr zufrieden. Felix Gutzeit ist von Teutonia Waltrop aus der Bezirksliga gekommen, der ist sehr flexibel einsetzbar. Wir haben ihn schon im Sturm eingesetzt und am Dienstag auf der linken Seite, auch mit ihm bin ich durchweg zufrieden. Bei Florian Yavuz, der aus Meckinghoven zurückgekommen ist und seine Rückenprobleme auskuriert hat, merkt man, er ist viel freier. Er ist ein Typ, der uns viel helfen kann, sehr wuselig.

Die Einsätze folgender Vinnumer sind am Sonntag gegen Recklinghausen unsicher: Alexander Höring, Stefan Olfens (beide Knieprobleme), Michael Asemann, Daniel Liebner und Sven Quante.

Ist einer der Neuen schon ein Kandidat für die Startelf am Sonntag?

Ja, alle vier! Man muss natürlich gucken, ich werde das mit dem Co-Trainer und Teilen der Mannschaft besprechen, da bin ich immer sehr eng bei denen. Aber da ist jetzt keiner, wo wir sagen: „Nee, der ist nicht so weit.“ Die haben alle die Möglichkeit. Wie und in welcher Konstellation hängt noch damit zusammen, wie viele von den Angeschlagenen noch zurückkommen.

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