Westfalia Vinnum verpflichtet Ersatz für Abgang im Mittelfeld

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Westfalia Vinnum stellt für die kommende Saison einen Neuzugang aus Waltrop vor. Der traf in der B-Liga schon zweistellig und soll mehrere andere Angebote gehabt haben.

Vinnum

, 24.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es waren gute Nachrichten, die der Sportliche Leiter Patrick Roser am Ende der Woche öffentlich machte: Westfalia Vinnum hat einen Neuzugang für die kommende Saison vorgestellt.

Khaled Omeirat wechselt von Teutonia SuS Waltrop zu Westfalia Vinnum. Der 21-Jährige ist im Mittelfeld zu Hause. Auf der Sechs oder der Acht zieht Khaled Omeirat seine Bahnen. Er ist als Ersatz für Juri Lebsack gedacht, der beim BV Brambauer unter dem Vinnumer Ex-Coach Frank Bidar noch einmal in der Bezirksliga angreift.

Michael Nachtigall präsentierte Khaled Omeirat als Neuzugang.

Michael Nachtigall präsentierte Khaled Omeirat als Neuzugang. © Westfalia Vinnum

Omeirats Spielstil sei aber ganz anders. Was Juri Lebsack mit Kampf erreicht, löst der Neuzugang spielerisch, teilte Roser mit. „Khaled Omeirat ist spielstark, wendig und quirlig“, sagte Roser über den Rechtsfuß, der aber auch keinen schlechten Linken habe. Zu seinen Ex-Klubs in der Vergangenheit gehören laut Facebook-Post des Vereins auch Germania Datteln, Lüdinghausen und Kültürspor Datteln.

Westfalia Vinnum hatte Khaled Omeirat mehrfach beobachtet, zuletzt im Winter bei einem Hallenturnier. „Danach war uns eigentlich klar, dass wir ihn wollen“, sagte Roser.

Michael Nachtigall ist froh über den Neuzugang

„Er ist ein sehr junger und talentierter Spieler mit guter Technik. Besonders aufgefallen ist mir das bei dem Hallenturnier. Er schirmt den Ball gut ab, sucht Zweikämpfe, geht ins Eins-gegen-eins und arbeitet auch nach hinten“, sagte Trainer Michael Nachtigall. In Vinnum sieht Nachtigall das Potenzial zum Stammspieler in Omeirat.

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Beim Bezirksligisten Teutonia SuS Waltrop spielte Omeirat in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B, traf hier in der abgebrochenen Saison 13 Mal. Das habe ihm auch Angebote aus anderen Vereinen gebracht. „Letztlich hat er sich für uns entschieden, weil unser Gesamtpaket ihn überzeugt hat“, sagte Nachtigall, „wir sind froh, dass wir ihn bekommen haben und andere Vereine ausstechen konnten.“

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Wichtig sei Nachtigall auch gewesen, dass die Westfalia nur Spieler verpflichtet, die zu „100 Prozent dahinterstehen. Darauf müssen wir achten und uns den Schuh auch anziehen.“ Die meisten Neuzugänge aus der Sommer-Transferphase hatten den Verein peu à peu wieder verlassen, teilweise schon zum Saisonstart. In der Winterpause gingen die beiden Toptorjäger und Westfalia Vinnum getrennte Wege.

Nachname Omeirat erinnert an den SV Herta Recklinghausen

Der Name „Omeirat“ ist in Vinnum eher aus einem anderen Zusammenhang bekannt. Denn im Nachgang der Massenschlägerei nach dem Kreisliga-Spiel am 15. September in Vinnum, für die der SV Herta Recklinghausen verantwortlich gewesen ist, stand vor allem die Vereinsstruktur des SV Herta in der Kritik. In dem Verein bestanden vor allem die zweite und dritte Mannschaft aus Mitgliedern der Familie Omeirat (andere Schreibweise Omayrat), die libanesische Wurzeln hat und dem Verein den Spitznamen „SV Omeirat Recklinghausen“ einbrachte.

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Zu dieser gibt es sogar eine Facebook-Seite mit über 1300 Followern. Der Verein betonte stets, dass die erste Mannschaft, die für die Eskalation in Vinnum verantwortlich war, völlig autark vom Vereinsrest agiere. Patrick Roser erklärte, dass der Westfalia-Neuzugang jedoch keine verwandtschaftlichen Beziehungen zu der Familie habe: „Der Name ist so häufig wie ‚Müller‘ bei uns.“

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