Westfalia Vinnum wird von RW Erkenschwick für schlechte Chancenwertung eiskalt bestraft

Fußball: Kreisliga

Westfalia Vinnum vergibt nach einer starken ersten Hälfte entscheidende Möglichkeiten auf eine höhere Führung. In der Nachspielzeit bestraft das Gegner Erkenschwick.

Vinnum

, 01.12.2019, 18:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Vinnum wird von RW Erkenschwick für schlechte Chancenwertung eiskalt bestraft

Sven Quante hatte eine Kopfballgelegenheit, Erkenschwicks Schlussmann Aljoscha Waaga war vor ihm zur Stelle. uante © Sebastian Reith

Andreas Stolzenberg raufte sich wieder einmal die Haare. Es konnte einfach nicht wahr sein. Selbst als Fußball-Kreisligist Westfalia Vinnum kurz vor Schluss durch einen vermeidbaren Elfmeter den Ausgleich von RW Erkenschwick kassiert hatte, hatte Vinnum noch die Riesenchance zum 2:1. Es war nicht die einzige.

Kreisliga A2 Recklinghausen

Westfalia Vinnum – RW Erkenschwick

1:1 (1:0)

„Drei Hundertprozentige“, zählte Vinnums Trainer Michael Nachtigall im Interview nach Spielschluss aus der zweiten Halbzeit auf. 20 Minuten vor Abpfiff war Stolzenberg schon einmal alleine auf das Tor zugelaufen und lupfte vorbei. Auch in der Nachspielzeit schob er das Leder links am Pfosten vorbei. Und dann war da noch die Riesenchance von Sebastian Kramzik, der sich alleine vor dem Keeper von diesem abdrängen ließ, bis der Winkel zu spitz wurde (80.). „

Die kann man nicht machen, die musste man machen“, sagte Nachtigall, der sich über den siebten Saisonpunkt deshalb auch nicht freute. Was er nicht wusste: Dass Meckinghoven gewann und Vinnum wieder auf den Relegationsplatz schubste.

Per Elfmeter bestraft

Pechvogel war dann Verteidiger Moritz Wendel, der Rudolph Behrenswerth legte. Ob im Strafraum oder noch davor, war nicht richtig erkennbar. Schiedsrichter Bruno Krause jedenfalls zeigte auf den Punkt und lag mit der Foulentscheidung richtig.

Der Gefoulte trat selbst an und senste den Ball mit etwas Lattenglück hinter die Torlinie (90.+1) – Vinnum war bestraft für eine haarsträubende Chancenverwertung.

Offensive funktionierte gut

Was bei Westfalia Vinnum auffiel: Die sonst so lahmende Offensive lebte in Hälfte eins richtig. Immer wieder gab es Anspielversuche. Vinnum war sichtlich bemüht, die Schnittstelle zu finden. Wunderschön herausgespielt war auch der Treffer zum 1:0.

Ein langer Abwurf von Westfalia-Torwart Patrick Roser fand Arnd Forsmann, der wieder ein bärenstarkes Spiel machte. Forsmann legte ab auf Yusuf Demir, der steckte sehenswert durch auf Forsmann. Querpass auf Helmut Stolzenhoff – und der Routinier hatte alle Zeit der Welt, und nahm den Ball noch an.

Torwart Roser mit Glück nur verwarnt

Vinnums Pausenführung war verdient, aber glücklich daran war, dass die Westfalia noch zu elft auf dem Platz agierte. Denn Roser hatte nach 37 Minuten zwei starke Paraden gezeigt, dabei aber leider die Hände außerhalb des Strafraums benutzt. Und was machte Bruno Krause? Der beließ es tatsächlich bei einer Gelben Karte, obwohl Roser einen Torschuss vereitelte. Dabei gab der Schlussmann selbst zu: „Das war gleich zweimal Rot!“ Glück also für die Vinnumer.

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Nach der Pause ließ sich Vinnum hintenreindrängen, ohne dass die Gäste zu echten Möglichkeiten kamen. Die Westfalia verteidigte hart. Nachtigall: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir unsere Chancen bekommen werden. Ich hatte nur leider nicht gewusst, dass wir die Chancen dann nicht nutzen. Gerade in unserer Situation dürfen wir drei Möglichkeiten so nicht vergeben.“

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