Wir sollten uns trotz Corona vor Augen führen, was wir schon wieder dürfen

Coronavirus

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln.

von Rik Amann

Olfen

, 30.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Als die Sportstätten geschlossen waren, konnte Rik Amann, wie viele andere Sportler auch, nicht in die Hallen und musste mit Medizinbällen trainieren.

Als die Sportstätten geschlossen waren, konnte Rik Amann, wie viele andere Sportler auch, nicht in die Hallen und musste mit Medizinbällen trainieren. © Rik Amann

In den vergangenen Wochen habe ich viel darüber geschrieben, wie wir zur Zeit mit der Corona-Lage umgehen und umgehen können. Doch ich denke, man sollte auch noch mal einen Überblick über die Entwicklung thematisieren.

Natürlich gibt es auch jetzt noch Punkte, die nicht so sind, wie wir sie gerne hätten. Doch vergleicht man die jetzige Situation mit der im April oder Mai, so sieht man doch einen deutlichen Schritt in Richtung Normalität.

Einige Zeit ist seit den Anfängen der Coronavirus-Einschränkungen nun vergangen und doch kann ich mich noch gut an die Zeiten erinnern, als ich noch auf Parkplätzen meine Medizinballwürfe absolviert habe, da Sportplätze geschlossen waren.

Die Situation hat sich schon wieder etwas normalisiert

Es ist gerade einmal ein halbes Jahr her und doch schon wieder unvorstellbar. Alle Sportanlagen in NRW, ja sogar in ganz Deutschland waren geschlossen, alle Sportler egal ob Hobby oder Leistung, mussten zu Hause trainieren - also das was ging.

Betrachtet man aus der Lage von vor einem halben Jahr die jetzige Situation, so sind wir der Normalität doch schon wieder ein ganzes Stück näher gekommen, auch wenn sie immer noch ein gutes Stück weg ist. Ich denke, man sollte daher nicht nur immer kritisieren, was wir nicht dürfen und auf was wir achten müssen, sondern sollte sich auch immer wieder vor Augen führen, was wir schon wieder dürfen, was wieder zurückbekommen haben.

Deshalb ist Kritik natürlich immer gut und angebracht, jedoch sollte man nicht vergessen, dass sich diese Situation niemand ausgesucht hat und wir nur vollständig zur Normalität zurückkehren können, wenn wir alle an einem Strang ziehen.

Es bleiben Corona-Fragen für die Sportler

Dennoch muss ich sagen, dass ich persönlich froh bin, dass dieses „Leichtathletik-Jahr“ nun endlich vorbei ist und kann nur hoffen, dass es im nächsten Jahr nicht so weiter geht, wie dieses aufgehört hat. Doch obwohl die Saison vorbei ist, erledigen sich die Corona-Fragen nicht von alleine. Denn den Winter nutzen wir Leichtathleten immer dafür, um den Grundstein für die darauffolgende Saison zu legen.

Doch wie soll das in Corona-Zeiten funktionieren? Eine Sporthalle mit vielen Athleten, ein Kraftraum, an dem jeder alle Geräte benutzen kann? Alles wird nicht so sein wie immer und auch hier steht den Verantwortlichen wieder ein riesiger organisatorischer Aufwand bevor.

Den Helfern gebührt Dank

Ich bin definitiv gespannt, was die nächste Zeit so mit sich bringt. Am Ende dieser Kolumne möchte ich mich aber noch mal bei allen Leuten bedanken, welche sich dafür eingesetzt haben, dass der Sport so schnell wieder auf die Beine kam. Sei es durch das Ausarbeiten von Hygienekonzepten, die Durchführung von Wettkämpfen oder auch nur dem Ausrichten von Trainingseinheiten. Denn nur durch solche Leute ist es möglich, all das, was wir für selbstverständlich erachten, auch wirklich umzusetzen.

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In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln. Amann war bereits Leichtathlet des Jahres im SuS Olfen, in dem er seit 2006 Mitglied ist. Seine größten Erfolge waren die Silbermedaille bei den Deutschen U16-Meisterschaften im Jahr 2016 und der sechste Platz in der U18 im Jahr 2018.
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