Wurftrainer Sträter zieht durchwachsenes Fazit - Sherin Köller hat ihre Karriere beendet

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Zwei Hammerwerfer des SuS Olfen haben die Gruppe von Trainer Franz-Josef Sträter verlassen. Der will mit neuen Trainingsstrategien wieder gute Plätze bei großen Meisterschaften erzielen.

von Leonie Freynhofer

Olfen

, 07.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Wintertraining im Hammerwurf beim SuS Olfen ist bereits Anfang November im vollen Gange. Das macht neugierig auf einen Rückblick der vergangenen Sommersaison, die jetzige Trainingsgruppe und die ersten Wettkämpfe. Trainer Franz-Josef Sträter zeigt sich im Interview optimistisch für die kommenden Monate, in denen auch einige Veränderungen im Training anstehen.

Herr Sträter, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm hat es keiner Ihrer Athleten in das Finale geschafft. Welches Fazit ziehen Sie aus der vergangenen Saison?
Das lief alles nicht wie erträumt und war wirklich durchwachsen. Schon bei den Deutschen Winterwurfmeisterschaft in Sindelfingen fing es mit einem Salto nullo von Sherin Köller an.

Wurftrainer Sträter zieht durchwachsenes Fazit - Sherin Köller hat ihre Karriere beendet

Trainer Franz-Josef Sträter © Malte Woesmann

„Athleten aus anderen Vereinen waren uns da sonst immer ein Stück voraus, denn die fehlenden Würfe im Winter wirken sich deutlich auf die Sommersaison aus.“
Franz-Josef Sträter, Wurftrainer

Und auch Rik Amann hatte im Laufe des Jahres einige Probleme. Vor allem die Umstellung auf die Sechs-Kilo-Kugel gestaltete sich schwierig. Zum ersten Mal gab es auch keinen Gesamtsieger vom SuS Olfen beim Hammerwurfcup. Aber ich war auch oft krank, und alleine trainieren ist für die Athleten einfach Mist.

Das Wintertraining ist schon angelaufen. Wollen Sie diesmal die Einheiten anders gestalten und zum Vorjahr etwas verändern?

Ich will mit meiner Gruppe diesmal die Akzente anders setzen und mehr Krafttraining einbauen. Das steht zwei Mal in der Woche auf dem Plan, nebenbei machen die Athleten noch Läufe im Stadion und Athletiktraining.

Und wann wird endlich wieder geworfen?

In 14 Tagen stehen die Hammerwerfer im Ring und damit vier bis sechs Wochen früher als in der vergangenen Saison. Da hatten sie erst Mitte Dezember die ersten Würfe gemacht. Athleten aus anderen Vereinen waren uns da sonst immer ein Stück voraus, denn die fehlenden Würfe im Winter wirken sich deutlich auf die Sommersaison aus. Wir können aber nur am Wochenende werfen, da es in Olfen kein Flutlicht gibt, und die Athleten so beim Training im Dunkeln stehen würden.

Wer zählt denn in der kommenden Saison zu Ihrer Trainingsgruppe?

Zur Zeit sind wir insgesamt zehn bis elf Athleten, die sehr motiviert sind. Sherin Köller hat leider ihre Karriere beendet und macht keine Wettkämpfe mehr. Ihr angeschlossen hat sich auch Leonie Bördeling, die sich im Training kaum weiterentwickelt hat.

Und wer bleibt dann noch?

Trotz ihrer Ausbildung, die späten Unterricht in Nordkirchen mit einschließt, macht Kira Schlierkamp weiter mit Wettkämpfen. Sie wird in der nächsten Saison in der U23 starten. Das wird sich zwar mit den starken Athleten im Feld etwas schwieriger gestalten, aber sie versucht sich an der DM-Qualifikation. Und Julian Brinkmann fängt wieder an, legt sein Hauptaugenmerk aber auf den Rasenkraftsport. In der vergangenen Saison konnte er wegen seiner Arbeit im Krankenhaus kaum trainieren. So waren auch keine Würfe über 60 Meter möglich.


Gibt es denn schon absehbare Athleten, die in den nächsten Jahren nachrücken werden in Ihre Trainingsgruppe?

In der Altersklasse W15 ist Lea Mengelkamp mit konstanten Würfen an und über 30 Meter aufgefallen. Und auch Nils Wurfmann, da ist der Name schon Programm, sowie Luca Brückner, beide M15, sind potenzielle Nachrücker. Sie kommen alle drei zum Werfen in mein Training. Aber sie spezialisieren sich erst im zweiten U18-Jahr. Zur Zeit laufen und springen sie nebenbei auch noch.

Wurftrainer Sträter zieht durchwachsenes Fazit - Sherin Köller hat ihre Karriere beendet

Lea Mengelkamp hat sich durch konstante Leistungen empfohlen. © SuS Olfen

Wann steht für die Athleten der erste Wettkampf an?

In Soest ist am 4. Januar die erste Winterwurf-Veranstaltung. Dort werden drei bis vier Werfer aus meiner Trainingsgruppe an den Start gehen.

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