Abgang einer Leistungsträgerin beim VV Schwerte: „Reisende soll man nicht aufhalten“

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Vor zwei Wochen war Nele Hoja noch für den VV Schwerte in der Volleyball-Oberliga am Ball. Was da noch keiner wusste: Es war Hojas letzter Einsatz die Schwerter Oberliga-Volleyballerinnen.

Schwerte

, 27.10.2019, 21:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Außenangreiferin Nele Hoja (18) steht den Oberliga-Volleyballerinnen des VV Schwerte eine Leistungsträgerin ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Hoja hat sich dem TuS Herten angeschlossen, für den sie nach dem Ablauf der dreimonatigen Wechselsperre ab Mitte Januar am Ball sein wird. Herten spielt in der Regionalliga, also eine Klasse höher als der VVS, und steht zurzeit auf dem zweiten Tabellenplatz.

„Habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht“

„Es tut mit unendlich leid für die Mannschaft und ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Aber ich sehe für mich die Chance, in einem für Regionalliga-Verhältnisse sehr professionellen Umfeld den nächsten Entwicklungsschritt zu machen“, sagt Hoja.

Dass man seitens des VV Schwerte enttäuscht ist, könne sie verstehen, so Hoja. Anfang vergangener Woche habe sie Trainer Joey Azevedo und die Vereinsführung über ihre Entscheidung informiert hat. Das Heimspiel gegen den TV Hörde 2 am 13. Oktober war somit wohl der letzte Auftritt von Nele Hoja im VVS-Trikot.

Training in Herten schon seit Saisonbeginn

Schon seit Saisonbeginn hatte Hoja neben den beiden wöchentlichen Trainingseinheiten beim VVS eine zusätzliche Einheit in Herten absolviert. Dort habe es ihr auf Anhieb gut gefallen, sagt Hoja, die 2018 nach einem zweijährigen Intermezzo beim TV Hörde zum VVS zurückgekehrt war. Als nun die Anfrage des Hertener Trainers Marvin Hansmann kam, ob sie sich auch einen sofortigen Wechsel vorstellen könne, gab sie ihre Zusage.

Für die Schwerter Vereinsführung sagte Sascha Bötzel, beim VVS zuständig für den Bereich Vereinskommunikation, auf Anfrage: „Wir haben wenig Verständnis für Neles Hojas Entscheidung. Natürlich sind vor allem die Spielerinnen enttäuscht, dass sie die Mannschaft im Stich lässt. Aber es ist nicht so, dass ihr Weggang ein Riesenloch reißen wird. Es gibt Spielerinnen in unseren Reihen, die Nele Hoja eins-zu-eins ersetzen können. Reisende soll man nicht aufhalten.“

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