Corona-Verordnung: Holzpfosten und Eintracht Ergste droht Stau von Nachholspielen

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Im Fußball-Kreis Iserlohn sind die SG Eintracht Ergste und die Holzpfosten Schwerte benachteiligt. Ihre Gegner aus Iserlohn und Menden dürfen im Gegensatz zu den Schwertern trainieren.

Schwerte

, 14.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur der VfB Westhofen im Fußball-Kreis Dortmund ist von der Corona-Verordnung des politischen Kreises Unna derzeit stark benachteiligt, auch die SG Eintracht Ergste und die Holzpfosten Schwerte sind im Fußball-Kreis Iserlohn betroffen. Denn während die Gegner aus Iserlohn und Menden den normalen Trainings- und Spielbetrieb durchführen können, dürfen die Schwerter Klubs nicht auf den Platz.

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„Das ist schon ärgerlich. Sicher müssen Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Zahlen wieder steigen. Ob es aber im Fußball sein muss, lass ich mal dahingestellt sein“, meint Welf-Alexander Wemmer, Spielertrainer der SG Eintracht Ergste. Wemmer ist auch beruflich betroffen. Er arbeitet in einem Schwerter Pflegeheim. Bewohner und Mitarbeiter seien am Mittwoch schon getestet worden, berichtet er.

Die SG Eintracht Ergste müsste am kommenden Sonntag zum ASSV Letmathe 2 reisen.

Die SG Eintracht Ergste müsste am kommenden Sonntag zum ASSV Letmathe 2 reisen. © Bernd Paulitschke

Sportlich ist es für die Ergster eine besondere Situation. Mit dem Sieg bei der Iserlohner TS und dem Remis gegen SF Sümmern hatte die Eintracht endlich gepunktet. „Wir waren gerade in einem Flow“, so Wemmer. Dann hatten die Ergster vom Spielplan her schon ein freies Wochenende und nun wurde die Partie am Sonntag gegen Bösperde kurzfristig abgesetzt. In der aktuellen Sport-Lockdown bis einschließlich 25. Oktober fallen zwei weitere Heimspiele – gegen Lendringsen und das Pokalspiel gegen Oesbern. „Da haben wir schon drei Nachholspiele, das wird dann schon eng“, so Wemmer.

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Was mit der Partie am kommenden Sonntag bei der Zweitvertretung des ASSV Letmathe wird, ist noch offen. Eine Wettbewerbsverzerrung ist da natürlich nicht von der Hand zu weisen, wenn die Eintracht nicht trainieren darf, aber auswärts antreten müsste.

Trainer Ben Gottstein hängt mit den Holzpfosten Schwerte derzeit in der Luft.

Trainer Ben Gottstein hängt mit den Holzpfosten Schwerte derzeit in der Luft. © Bernd Paulitschke

Auch die Holzpfosten schweben momentan etwas im luftleeren Raum. Gegen Nachrodt konnte am vergangenen Sonntag nicht gespielt werden und da am kommenden Sonntag erneut ein Heimspiel, gegen den VTS Iserlohn, auf dem Plan steht, wird diese Partie ebenfalls abgesetzt. „Der Staffeleiter hatte uns einen Heimrechttausch angeboten, aber im Sinne des Infektionsschutzes haben wir abgelehnt“, berichtet Trainer Ben Gottstein.

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Am 25. Oktober müssten die „Pfosten“ dann beim SV Oesbern antreten, aber „nach zwei Wochen ohne Training macht das keinen Sinn“, so Gottstein. Hier warten die Holzpfosten genauso wie die Ergster auf Entscheidungen vom Fußball-Kreis Iserlohn. Egal wie dieser dann entscheidet, für beide Schwerter Vereine ist es eine schwierige Situation.

Da hilft es auch nicht sonderlich, dass der Kreis Unna am Mittwoch schon wieder Lockerungen auf den Weg brachte. Jetzt darf zumindest dann wieder trainiert werden, wenn der Trainingsbetrieb kontaktlos ist und die maßgeblichen Vorgaben der Coronaschutzverordnung eingehalten werden. Soll heißen: durchweg 1,5 Meter Mindestabstand. Der politische Kreis Unna empfahl ausdrücklich, auch nicht in andere Städte zum Training zu reisen und die Maßnahmen so zu umgehen.

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