Danny Klahold greift nach dem nationalen Titel und träumt von der WM in Kanada

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Der Schwerter Skateboard-Fahrer Danny Klahold startet bei den Deutschen Meisterschaften im Europapark Rust - nicht ohne Ambitionen.

Schwerte

, 29.11.2019, 18:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Danny Klahold hat sich am Freitag auf den Weg zum Europark nach Rust (bei Freiburg gemacht). Dort finden bereits zum zehnten Mal die Deutschen Skateboard-Meisterschaften statt. Klahold fährt nicht ohne Ambitionen gen Süden. Der 34-Jährige will um den Titel bei den Masters (Ü30) mitfahren. Diesen hat er nämlich 2016 bereits geholt – auf Anhieb, gleich bei seiner ersten Teilnahme.

Ostern vor 20 Jahren hat es angefangen

Mit 14 Jahren hat er mit dem Skateboardfahren angefangen. „Das war Ostern vor 20 Jahren“, erinnert er sich. Klahold spielte begeistert das Videospiel „Tony Hawk“, benannt nach dem US-amerikanischen Skateboardfahrer. Der Pionier des modernen Vert-Styles konnte elf Weltmeistertitel gewinnen. „Ich wollte dann auch mal selbst auf dem Brett stehen“, weiß Klahold noch. Heute ist er auf dem Skateboard zu Hause. Im Sommer trainiert er drei bis vier Mal auf der Halfpipe an der Rohrmeisterei oder in Dortmund.

„Die Contests sind sehr familiär“, berichtet Klahold. Man kennt sich in der Szene. In der Regel findet an jedem Wochenende in Deutschland im Sommer irgendwo ein Wettbewerb statt. Die Titelkämpfe im Europapark beginnen an diesem Samstag mit der Qualifikation, nachdem die Akteure am Freitag fünf Stunden Zeit hatten, sich mit dem Halfpipe vertraut zu machen und zu trainieren.

Zwei Qualifikationsläufe über je 45 Sekunden

Bei der Qualifikation gibt es zwei Läufe über jeweils 45 Sekunden. Gewertet werden die Vielfalt und Schwierigkeit, Individualität und Anzahl der Tricks sowie der Style und die Anzahl der Fehler. Für die Wertungen werden Punkte von 0 bis 100 vergeben. Im Kampfgericht sitzen erfahrenen Skateboardfahrer. „Es gehen etwa 25, 26 Fahrer an den Start. Die besten sechs erreichen das Finale“, erzählt Klahold.

Im Finale am Sonntag steht dann zunächst ein Lauf an plus einem abschließenden Trick. Danach fahren die Finalisten alle hintereinander acht Minuten lang mit jeweils drei Tricks pro Durchfahrt, der sogenannten Jam-Session. „Das ist ganz schön anstrengend“, weiß Klahold, der natürlich im Finale dabei sein will und vielleicht wie 2016 den Siegerpokal entgegennehmen kann.

Übrigens, Ziele hat Danny Klahold neben dem erneuten Titelgewinn auf dem Skateboard auch noch weitere: Er möchte mal in Barcelona fahren und sein größter Traum ist es, einmal bei der Weltmeisterschaft, die in Kanada stattfindet, dabei zu sein.

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