Das vorerst letzte Schwerter Derby

Futsalliga West

Im Lokalduell zwischen den Holzpfosten und dem FC Schwerte in der Futsalliga West ist die Favoritenrolle klar verteilt. Dem FC droht bereits der vorzeitige Abstieg.

Schwerte

, 20.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Das vorerst letzte Schwerter Derby

Im Hinspiel traf Holzpfosten-Torjäger Phillip Oldenburg (re.) dreimal gegen den FC Schwerte. © Manuela Schwerte

Wenn es am kommenden Samstag um 19 Uhr in der Alfred-Berg-Sporthalle, Im Bohlgarten, zum zweiten Lokalderby in der Futsalliga West zwischen den Holzpfosten Schwerte und dem FC Schwerte kommt, wird dies auch vorerst das letzte Derby in der höchsten westdeutschen Liga sein. Für diese Aussage muss man kein Prophet sein, denn der FC Schwerte steht fünf Spieltage vor dem Ende der Saison immer noch ohne einen Punktgewinn auf dem letzten Platz – 14 Zähler hinter dem rettenden Platz sieben.

Sollte dem FC nicht ausgerechnet in dieser Partie ein Sieg gelingen, wäre der Neuling nach Abpfiff der Partie auch rechnerisch abgestiegen und müsste die Liga nach nur einer Saison wieder verlassen. „Das tut mir leid, aber wir wollen natürlich gewinnen“, meint Holzpfostens Spielertrainer Nils Klems. „Wir haben uns ja schon länger damit abgefunden“, hatte FC-Spielertrainer Dennis Kirsch diese spezielle Konstellation gar nicht im Blick.

Mit der Tabelle beschäftigt sich Klems allerdings auch nicht so sehr. Der zweite Platz scheint bei sieben Punkten Rückstand nicht mehr realistisch zu sein, auch wenn Sennestadt etwas schwächelt. Den dritten Platz wollen die Schwerter aber doch ins Ziel bringen. Wichtiger ist Klems die sportliche Weiterentwicklung. Und personell sieht es auch wieder besser aus als in der Vorwoche beim 4:4 gegen die Black Panthers Bielefeld. Nur Patrick Kulinski ist nach seiner Ampelkarte gesperrt und auch Serkan Gündüz, der vom FC Schwerte zu den Holzpfosten gewechselt war, kann verletzungsbedingt nicht mitwirken.

Registriert hat Klems auch die zuletzt knapperen Ergebnisse des FC Schwerte wie die 3:5-Niederlage gegen den Tabellenzweiten Sennestadt. Man sei gewarnt, aber letztendlich spiele man gegen den Tabellenletzten. Ein so deutliches Resultat wie beim 13:2 im Hinspiel erwarten aber beide Trainer nicht.

Trotz der bisher erfolglosen Spielzeit hat sich der FC nicht hängen gelassen und sich offensichtlich in der Rückrunde gesteigert. So verrückt sich dies vielleicht auch anhört, der FC will die letzten Spiele in der Liga genießen. „Das sind Erfahrungen. Es ist schon eine coole Sache, wenn du gegen Köln auf sechs Nationalspieler triffst. Die machen dich auf dem Bierdeckel nass, aber es macht trotzdem Spaß. Wir haben ja nichts zu verlieren“, meint Kirsch.

Gegen die Holzpfosten wolle man sich natürlich gut verkaufen und jeder sei das nochmal um zehn Prozent mehr motiviert. Die bei Holzpfosten-Heimspielen in der Regel eh stimmungsvolle Kulisse dürfte am Samstag im Derby für ein besonderes Flair sorgen. Und wenn dann am Ende der Abstieg für den FC tatsächlich besiegelt sein sollte, tut er vielleicht auch nicht so weh.

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