Der große Umbruch beim SC Hennen: Wie der Trainerstab und die neue Mannschaft aussehen

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Nach zwei Seuchenjahren will der SC Hennen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und hat sich neu aufgestellt. Das Trainerteam und die Mannschaft mit zahlreichen Neuzugängen stehen.

Hennen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Beim SC Hennen denkt man nur ungern an die beiden letzten Spielzeiten zurück. 2018 stand der sang- und klanglose Abstieg aus der Landesliga – nach sieben Jahren – zu Buche. In der abgelaufenen Bezirksliga-Saison gab es erneut einen schweren Einbruch. Hennen wurde ab November förmlich durchgereicht in der Tabelle, die Abstiegsplätze kamen bedrohlich näher. Letztlich konnte aber Marvin Horn, der als Trainer in der Rückrunde einsprang, den Klassenerhalt mit der Mannschaft bewerkstelligen. Doch das zuvor gute Image des Vereins hat unter diesen zwei Spielzeiten doch arg gelitten.

Nun sollen im Naturstadion aber wieder bessere Zeiten anbrechen. Bereits Ende Februar wurden die Weichen gestellt. Mit Holger Stemmann präsentierten die „Zebras“ den neuen Chef-Trainer. Mit Marvin Horn als Sportlicher Leiter und einem „Arbeitskreis für sportliche Entwicklung und Strategie“ holte sich die Führung unter Fußball-Chef Marco Vorländer Unterstützung. „Die Fußball-Abteilung ist bereits im Abstiegskampf enger zusammengerückt“, berichtet Vorländer. Gemeinsam wurden die Planungen vorangetrieben. Der SC Hennen hat sich für die kommende Saison neu aufgestellt.

Das Trainerteam steht. Neben A-Lizenz-Inhaber Holger Stemman, der bereits die Damen des SV Werder Bremen, die U19 von Preußen Münster und die Zweitvertretung von Rot-Weiss Essen sowie den SV Langschede und den FSV Gevelsberg in der Bezirksliga trainiert hat und in der abgelaufenen Saison kurzfristig beim A-Ligisten TuS Esborn eingesprungen war, wird Christian Manza Co-Trainer. Manza hat die letzten vier Jahre die Hennener A-Junioren gecoacht und war zuletzt auch Cheftrainer des A-Ligisten VTS Iserlohn. Oliver Meuser, der zuletzt im Hagener Raum tätig war, wird Torwarttrainer. „Diese Position hatten wir in den letzten Jahren nicht besetzt, wir halten sie aber für wichtig“, so Vorländer. Ricky Bohn, zuletzt Co-Trainer der A-Junioren, wird neuer Betreuer.

Die Mannschaft wird sich aus drei Teilen zusammensetzen – aus den Akteuren, die bleiben, sowie aus externen und internen Zugängen. Vom aktuellen Kader bleiben Claudio Ferreira, Michael Weigelt, Jan Loos, Moritz Batze, Luca Bühren, Joshua Quardt und Nils Krawczyk. Auch Haris Elezovic, der eigentlich schon verabschiedet wurde, hat sich nun entschieden im Naturstadion zu bleiben.

Aus der A-Jugend rücken Brien Prince, Moritz Hupach, Nick Weinrich, Gianluca Schink und Mohammed Ahraou hoch. Aus der zweiten und dritten Mannschaft kommen Jan-Hendrik Bergmann, Julian Wanzke, Marcel und Kevin Rudzinski, Marlon Struck, Fabian Ketzer, Marvin Zimmermann, Jonas Krause, Marcel Kordt und Yannik Stricker, die teilweise auch bereits in der Bezirksliga ausgeholfen hatten.

Als externe Neuzugänge hat der SC Hennen Hassan Boulakhrif, Mergim Bozhdaraj (beide Mittelfeldspieler vom FSV Gevelsberg), Dominik Essmann (SV Langschede) für die Offensive sowie die Defensivakteure Suat Gülden (Holzpfosten Schwerte) und Chidubem Esikaikwu (SV Hüsten 09) verpflichtet.

„Die Arbeit der letzten Monate hat sich gelohnt, wir haben ein starkes Trainerteam und gute Jungs zusammen, wir freuen uns auf den großen Umbruch“, meint Marco Vorländer. Zuletzt habe man auf die falschen Leute gesetzt. „Diese Spieler kennen wir und die Neuzugänge kennt Holger. In der Bezirksliga gewinnt man Spiele auch durch mannschaftlich Geschlossenheit“, hofft er auf einen starken Mannschaftsgeist.

Auch Marvin Horn zeigt sich zufrieden: „Wir werden zum Start der Vorbereitung mit einem über 30 Mann starken Kader arbeiten, viele Spieler wollen es probieren und werden ihr Chance bekommen. Zu Saisonbeginn werden wir den Kader dann auf etwa 23 bis 25 Spieler reduzieren.“

Im Naturstadion steht also ein Neuanfang an und die sportliche Führung hofft, dass die Anhänger künftig wieder stolz auf ihre „Zebras“ in den Trikots sein dürfen.

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