Der Wunsch eines gebeutelten Trainers: „Ich hoffe, dass alle kapiert haben, worum es geht“

Fußball-Bezirksliga

Heimspiele für Geisecke, VfL, Berchum/Garenfeld und Hennen sowie eine weitere Auswärtspartie für den ETuS/DJK nur drei Tage nach der 1:8-Pleite - das ist der heimische Bezirksliga-Sonntag.

Schwerte

, 04.10.2019, 19:51 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der Wunsch eines gebeutelten Trainers: „Ich hoffe, dass alle kapiert haben, worum es geht“

Der VfL Schwerte, hier mit Ioannidis Sofoklis in Letmathe, hat drei seiner letzten vier Spiele gewonnen und will diesen Trend am Sonntag im Heimspiel gegen Voerde fortsetzen. © Bernd Paulitschke

SSV Hagen - ETuS/DJK Schwerte (Sonntag, 15.30 Uhr, Sportplatz Höing, Am Sportpark 16a, 58097 Hagen)

Für den ETuS/DJK Schwerte ist es dringender denn je an der Zeit zu punkten. Denn mit drei Zählern aus neun Spielen ist die Ausbeute bisher sehr mager. Nur einen Punkt mehr als die „Östlichen“ hat Gastgeber Hagen auf dem Konto, bei dem der Ex-Berchum/Garenfelder Dieter Iske vor ein paar Wochen das Traineramt übernommen hat und der am vergangenen Sonntag seinen ersten Saisonsieg bejubelte – ausgerechnet bei TSK Hohenlimburg, wo der ETuS/DJK am Donnerstag mit 1:8 untergegangen ist.

Das sollte eine Warnung für die „Östlichen“ sein, das sieht auch Trainer Andrè Haberschuss so: „Es wird Zeit für Punkte. Aber das hab ich auch schon vor drei Wochen gesagt. Ich hoffe, spätestens jetzt haben alle kapiert, worum es geht.“ Verzichten muss Haberschuss auf den verletzten Kevin Kinach.

Geisecker SV - Türkiyemspor Hagen (Sonntag, 15.15 Uhr, KS-Logistic-Sportanlage, Buschkampweg)

Mit Türkiyemspor Hagen ist am Sonntag ein echtes Topteam der Liga in Geisecke zu Gast. Vor der Saison als Aufstiegsaspirant gehandelt, bestätigt der bisherige Saisonverlauf diese Vorhersagen. Denn Hagen ist nach acht Spielen noch ungeschlagen und belegt mit fünf Siegen den dritten Platz.

„Uns erwartet eine hohe Hürde“, meint auch Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski. Aber von vornherein wollen die Geisecker die Punkte nicht herschenken – zu gut waren die bisherigen Leistungen. Bei nur vier Gegentoren können sich die Geisecker bisher vor allem auf ihre Abwehr verlassen. Auch deshalb sagt Wotzlawski: „In diesem Spiel können wir zeigen, ob wir uns in die Spitzenteams der Liga eingliedern können. Wir wollen mindestens einen Punkt behalten.“

VfL Schwerte - Blau-Weiß Voerde (Sonntag, 15.15 Uhr, Sportplatz Schützenhof, Schützenstraße)

Nach einem etwas holprigen Start in die Saison ist der VfL Schwerte langsam in die Spur gekommen. Drei der letzten vier Spielen konnte der VfL für sich entscheiden. So soll es auch möglichst gegen Voerde weitergehen, bei denen der Trend in die andere Richtung geht: Sie sind gut gestartet, konnten aber nur eins der letzten fünf Spiele gewinnen – und das am grünen Tisch, weil Gevelsberg einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte.

Yannis Schwarze, spielender Co-Trainer des VfL Schwerte, erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Die Spiele gegen Voerde waren immer eng. Sie haben eine robuste Mannschaft. Aber wir sind zurzeit echt gut drauf und wollen schnell den Abstand nach unten vergrößern.“ Allerdings müssen die Schwerter auf Sebastian Kozlowski verzichten.

SC Berchum/Garenfeld - Sinopspor Iserlohn (Sonntag, 15.15 Uhr, Waldstadion Garenfeld, Neuer Mühlenweg)

Auf dem Papier sieht es nach einer klaren Angelegenheit aus, wenn der Tabellenzweite auf den punktlosen Letzten trifft. Doch Fabian Kampmann, Trainer des SC Berchum/Garenfeld, sieht die Aufgabe gegen Sinopspor Iserlohn alles andere als einfach. „In dieser Liga gibt es keine einfachen Spiele. Dies sieht man an den unterschiedlichsten Ergebnissen“, meint Kampmann. Dennoch geht der Sportclub als klarer Favorit ins Spiel. Sinopspor hat bisher 36 Gegentore kassiert, die meisten in der Liga. Im Angriff haben die Iserlohner bisher nur vier Tore erzielt. „Auch wenn wir fast die halbe Mannschaft an Ausfällen haben, erhoffe ich mir einen klaren Sieg“, ergänzt Kampmann.

SC Hennen - FSV Gevelsberg (Sonntag, 15 Uhr, Naturstadion, Hennener Straße)

Für Hennens Trainer Holger Stemmann ist es eine Reise in die Vergangenheit. 18 Monate war er Trainer beim FSV Gevelsberg. Ob ihm dies einen gewissen Vorteil bringt, weiß Stemmann nicht so richtig einzuordnen. „Natürlich kenne ich noch einige Spieler. Aber ob wir dieses Wissen für Sonntag nutzen können, müssen wir abwarten. Wir müssen aber erstmal auf uns schauen und wollen wir unsere Heimbilanz weiter aufbessern“, so der Coach. Diese sieht mit drei Siegen und nur einer Niederlage recht positiv aus.

Allerdings fällt dem SC fast eine komplette Elf aus. Drews, Rudzinski, Wanzke (alle Urlaub), Hupach, Ferreira, Batze Ahraou (alle verletzt) und Struck (beruflich verhindert) sind nicht dabei.

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